
Monatliche Kurzinformationen
Neues von der Sektion Aargau
Informationen vom 1. März 2026
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Generalversammlung 2026
Freitag 6. März 2026, 19:00 Uhr, Apéro ab 18:15 Uhr
Gasthof Engel, Dorfstrasse 3, 5036 Oberentfelden (Engelsaal, 1.Stock)
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Erste Werbe-Aktivitäten
Von Harald Salzmann
Die Werbesaison 2026 der Sektion Aargau beginnt bereits in den nächsten Wochen.
Am 14. März 2026 sind wir an der ExpoSenio in den Trafohallen in Baden wieder mit einem schönen Werbestand vertreten. (Details s. Flyer und unter www.exposenio.ch)
Zum ersten Mal nehmen wir an der Modeleisenbahn-Börse in Schinznach Bad teil. Datum: 18. April 2026 (Details siehe Flyer)


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Aus der Wagenwerkstatt
Von Werner Beer
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Stand der Arbeiten beim AB 4463
Die Dachhimmelplatten sowie alle Innenwände sind nun endgültig befestigt. Die Fensterrahmen und Fenstersimse wurden angepasst, und sämtliche Storen einschließlich der seitlichen Führungen sind montiert und korrekt eingestellt.
Die erste Hälfte der Fensterfolien, die das Konstruktionsholz vor Feuchtigkeit schützen, wurde bereits eingepasst.
Eine große Lieferung von Alublechen und Deckprofilen ist eingetroffen und wurde direkt nach Plan zugeschnitten. Der Blechzuschnitt erfolgt nächste Woche extern.
Alle Einzelteile für die Stühle der ersten Klasse sind fertiggestellt, und ein Gestell wurde bereits zusammengeklebt.
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Stand der Arbeiten beim B 4229
Der Kasten ist nahezu vollständig ausgeblecht. Die Wasserschäden sind erfreulicherweise nur geringfügig. Leider hat sich Russ in allen Ritzen des Innenraums eingenistet, was einen erheblichen Reinigungsaufwand verursacht.
Abblätternde Farbe an den Alu-Fensterrahmen wird entfernt, anschließend werden die Rahmen auseinandergeschraubt, gereinigt und für das Neuspritzen vorbereitet.
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Informationen vom 2. Februar 2026
Von Daniel von Niederhäusern
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Stand der Arbeiten beim AB 4463
Die Plattform- und Abteiltüren sind furniert und im Rohbau abgeschlossen. Sonnenstoren, Innenwände, Fensterrahmen und weitere Innenbauteile wurden gefertigt und montiert. Die Sitzbänke der 2. Klasse sind lackiert, montiert und einbaubereit. Der Dachhimmel wurde montiert und verschraubt. Schutzfolien für die Fensterscheren sind vorbereitet, die Fensterscheren überarbeitet und bereit für die Endmontage mit den neuen Scheiben. Die ersten Sitze der 1. Klasse aus Nussbaumholz sind vorbereitet und warten temperaturbedingt auf den Zusammenbau.
Einsatz von 3D-CAD-Software
Erstmals wurden die Zeichnungen für den AB 4463 digitalisiert. Jedes einzelne Teil wurde formgerecht und maßgenau in 3D-CAD erfasst. Auf dieser Basis wurden die verschiedenen Baugruppen zu einem vollständigen Modell des Wagens zusammengeführt.
Dies ermöglicht es nun, präzise Zeichnungen für die Fertigung der Teile zu erstellen. Auch kritische Baugruppen können exakt dokumentiert werden. Nachfolgend ein 3D-Modell des Wagens:
Zustand des B 4229
Die Fenster, Aussenbleche, Innenwände unterhalb der Fenster und die Fensterscheren wurden demontiert. Der Wagenkasten ist in gutem Zustand, sodass vermutlich kein Holz im Fachwerk ersetzt werden muss. Die Einzelteile werden mit Heißdampf gereinigt, um sie anschließend neu zu lackieren. Bei den Fenstern wird die abgeblätterte Bronzefarbe entfernt und durch einen neuen Schutzanstrich ersetzt. Die Puffer wurden für die Revision zerlegt und die Kupplungsteile sind bereits neu grundiert.
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Informationen vom 1. Dezember 2025
Von Werner Beer
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Transfer des benzinmechanischen Triebwagens FO CFmh 21 von Aarau nach Goldau
Der obige Clip zeigt den Vorgang des Verladens und Abtransports des FO CFmh 21 aus der Wagenwerkstatt Aarau am 13. November 2025 (Quelle: Heinz Unterweger).
Geschichte des Triebwagens FO CFmh 21
Im Jahr 1927 beauftragte die Furka-Oberalpbahn (FO) die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) mit dem Bau von zwei benzinmechanischen Triebwagen des Typs CFmh 21 und 22 (Fahrgestell SIG). Diese zweiachsigen Fahrzeuge wurden als kombinierte Adhäsions- und Zahnradtriebwagen für die Meterspur konzipiert.
Die Triebwagen waren speziell für den Winterbetrieb vorgesehen, wenn das Streckennetz der FO in zwei Teile geteilt war. Ihre Hauptaufgabe war es, den minimalen Verkehrsdienst im Goms und im Tavetsch sicherzustellen. Besonders wichtig war der Postverkehr zwischen Brig und Oberwald im Goms sowie zwischen Disentis und Sedrun im Tavetsch. In den damals verkehrsschwachen Wintermonaten reichte die Kapazität der Triebwagen mit 32 Sitzplätzen in der Regel aus, um den Verkehr allein zu bewältigen.
Um Betriebskosten zu reduzieren, wurden Dampflokomotiven in dieser Zeit vorrangig für Schneepflugfahrten, an Verkehrsspitzen sowie als Reserve eingesetzt. Während der Wintermonate wurden je eine Dampflok in den Depots von Münster und Disentis stationiert, um die Triebwagen im Bedarfsfall zu unterstützen. Ab 1939 wurde zudem ein erweitertes Betriebsregime für den militärischen „Reduit“-Verkehr eingeführt. In den Kriegsjahren, vor und während der Elektrifikation der FO, wurde die Verbindung zwischen Andermatt und Disentis auch im Winter aufrechterhalten.
Die benzinmechanischen Triebwagen sollten im Adhäsionsbetrieb mit einem Anhängewagen eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h erreichen, in der Zahnstange jedoch nur bis zu 15 km/h bei einer Steigung von 90 ‰. Auf einer Steigung von 110 ‰ sollten sie als Alleinfahrer ebenfalls 15 km/h fahren. Die beiden Fahrzeuge erfüllten bis zur Elektrifikation der FO ihren Dienst zuverlässig.
Nach der Elektrifizierung der Strecke im Jahr 1941 wurden die benzinmechanischen Triebwagen durch elektrische Triebwagen ersetzt. Ab diesem Zeitpunkt bestand kein Bedarf mehr an den Benzintriebwagen. Ein Fahrzeug wurde als Reserve behalten, während das andere ohne Zahnradantrieb als Rangierfahrzeug bei der RhB in Chur weiterverwendet wurde.
Das Fahrzeug Nr. 22 wurde 1958 ausgemustert und abgebrochen, während Nr. 21 als Ausstellungsstück für das Verkehrshaus überlebte und heute im Besitz der Stiftung Furka-Bergstrecke ist.
Das vorliegende Projekt verfolgt das Ziel, dieses historische Fahrzeug im originalen Zustand zu erhalten. Die nostalgische Konzeption sieht vor, dass der Triebwagen mit seinen originalen Bänken, Fenstern und dem intakten Interieur für die Reisenden die damalige Epoche erlebbar macht.
Historische Meilensteine:
1927: Bestellung bei der SLM / SIG
1928: Inbetriebnahme als BCmh 21 und 22
1934: Umbau des 2. Klasseabteils in ein Gepäckabteil, Umbenennung in CFmh 21 und 22
1941: Fahrzeug Nr. 21 wird zu X4969
1947: Fahrzeug Nr. 22 wird an die RhB abgegeben und im Rangierdienst in Chur als CFm 150 eingesetzt
1959: Ausmusterung von Nr. 22, der Kasten wird als Pfadiheim verwendet
1965: Fahrzeug Nr. 21 wird für das Verkehrshaus hergerichtet und ausgestellt
1996: Leihgabe an die DFB, Transport nach Goldau durch die Firma Müri
2000: Transport nach Aarau in die Wagenwerkstatt an der Industriestrasse
2008: Transport in die neue Wagenwerkstatt an der Rohrerstrasse 118
2009: Aufpolierung des Fahrzeugs für den “Tag der offenen Wagenwerkstatt”
2010: Eigentumsübertragung an die Stiftung Furka-Bergstrecke (SFB)
2025: Abholung durch die Gruppe R12, Goldau, durch Martin Horath
2025: Beginn der Planungsarbeiten zur Zustandsbeurteilung, der Finanzierung und der Wiederinbetriebnahme des Fahrzeugs bis zum 100. Geburtstag im Jahr 2027
Eine hervorragende Dokumention zum Umzug des Benzintriebwagens findet sich auch auf YouTube (Kanal Schöneggbahn):
Ein 100jähriger Bezintriebwagen geht auf Reisen
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Schlussfahrt der DFB von Oberwald nach Realp
Zum Schluss sei noch auf das gelungenen YouTube-Video der DFB-Saisonabschlussfahrt von Oberwald durch die verschneite Landschaft nach Realp hingewiesen, nota bene bei herrlichstem Wetter. Unser Dank gilt den beiden Machern Hans-Jörg Häfliger und Hugo Peter.
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Informationen vom 3. November 2025
Von Werner Beer
Gepäckwagen DZ 4351 unter festem Dach
Der Gepäckwagen DZ 4351 mit Postabteil ist der einzige "Überlebende" der ehemaligen 10er-Serie von 1914. Er kam von Brig (FO) via Amsteg zur WWA, wo er uns vorerst als Kantine diente.
Seit 2008 wartet er in der neuen Werkstatt an der Rohrerstrasse in Aarau auf seine Totalrevision. Geplant ist, sein Äusseres beizubehalten, den Innenraum jedoch neu zu gestalten. Der künftige Einsatzzweck des Wagen ist noch nicht genau festgelegt. Ein Projektplan dazu ist in Arbeit.
Nun schützt also ein festes Dach diesen historisch wertvollen Wagen, und ermöglicht damit das Arbeiten am Objekt. Das alte Blachen-Dach, das den Wagen vor Wind und Wetter schützte, hat ausgedient.
Werner Beer
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Bericht von der Sektionsreise zum Hafenmuseum Basel
Von Heinz Unterweger und Walter Schmid
Bei herrlichstem Herbstwetter begrüsste Reiseleiter Jürg Wälti die rund 30 Teilnehmer in Aarau zum diesjährigen Sektionsausflug nach Basel. Hauptattraktion war der Besuch des Hafenmuseums. Ebenfalls im Programm standen der Besuch eines Tierparks und eine Schifffahrt auf dem Rhein.
Nach willkommener Begrüssung mit Kaffee und Gipfeli in einem Gartenrestaurant in Basel begann unser Ausflugsprogramm sehr entspannt mit dem Besuch des Tierparks "Lange Erlen". Er war bereits 1871 (!) gegründet worden und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Nicht nur wir genossen die ruhige Atmosphäre im Park. Danach erwartete uns im Restaurant Schiff ein währschaftes Mittagessen. Unser Tagesziel, das Hafenmuseum Basel, lag hier sprichwörtlich "um die Ecke". Es blieb sogar noch Zeit, die nähere Hafen-Umgebung zu erkunden.
Im Rahmen der Museumsführung wurden wir erst in die aktuelle Situation der drei Basler Rhein-Häfen, sowie in Pläne zur künftigen Umgestaltung eingeführt. Danach konnten wir in einem Simulator die Sicht des Kapitäns auf der Schiffsbrücke bei der Einfahrt in einen grossen Hafen miterleben. Auch im Museum gab es viel Interessantes zu entdecken, so etwa ein riesiges Modell der heutigen Hafenanlage, historische Fakten zur Schiffbarmachung des Rheins, zu Schiffen, zum Gütertransport, aber auch alte Bilder zur Fluss-Gfröni 1963 oder zur Havarie eines Schiffs an der mittleren Rhein-Brücke. Eine grosse Anzahl von Schiffsmodellen "en miniature" vertiefte unseren Einblick in die Geschichte des einzigen Schweizer Hafens mit Hochsee-Anbindung.
Zum Schluss stiegen wir in drei Taxi-Boote um, die uns den Rhein aufwärts, vom Dreiländer-Spitz unter den Rhein-Brücken hindurch zu einer Anlegestelle nahe dem Tingueley-Museum und den Roche-Türmen brachten. Mit vielen neuen Eindrücken kehrten wir im Reisecar sicher zurück nach Aarau. Ein rundum gelungener Anlass, oder wie es unser Reiseleiter formulierte "... wenn Engel reisen ...".
Für mehr Informationen sei auf den Bericht von Heinz Unterweger in den Sektionsnachrichten 2025/4 verwiesen.