Mitteilungen der Sektion und der Wagenwerkstatt
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39. Generalversammlung vom 6. März 2026
Von Walter Schmid
Nach einem Häppchen-Apero und einem Glas Wein zum Aufwärmen begrüsste Vereinspräsident Kurt Gross 62 Teilnehmer, davon 56 stimmberechtigte Mitglieder zur diesjährigen GV. Seitens der Dampfbahn nahmen Verwaltungsratspräsident Peter F. Amacher, Geschäftsleiter Karl Reichenbach und ZV-Präsident Beat Scheuter teil.
Die Versammlung begann mit einer Schweigeminute für alle Ehemaligen, die im vergangenen Jahr verstorben waren.
Als Stimmenzähler hatten sich Matthias Schmid und Hans Ott zur Verfügung gestellt.
Das Protokoll der letzten GV 2025 (Traktandum 3) und der Jahresbericht 2025 (Traktandum 4), wurden zügig und einstimmig verabschiedet.



Stabile Finanzen
Danach erläuterte Urs Hasler die Jahresrechnung 2025 und das Budget 2026. Erfreulicherweise schliesst die Jahresrechnung mit einem kleinen Ueberschuss ab. Die finanzielle Situation des Vereins insgesamt ist sehr gut, auch wenn auf den Festanlagen fast keinen Zins mehr erwirtschaftet werden kann. Zudem besitzt der Verein 1092 Namensaktien der DFB AG. Weit über Budget lagen die allgemeinen Spenden für die Wagenwerkstatt und die Einnahmen durch den Materialverkauf.
Auf Empfehlung des Revisors Hansjörg Burger wurden die Jahresrechnung 2025 und das Budget 2026 von den Stimmberechtigten einstimmig genehmigt und dem Vorstand Decharge erteilt.
Rückblick und Ausblick
Als erster Gastredner präsentierte Karl Reichenbach beeindruckende Zahlen zum Geschäftsjahr 2025: Die Passagierzahlen stiegen um 8,6 %, der Umsatz sogar um 17 %. Für die kommende Saison wurden bereits 13'000 Plätze verkauft. Insgesamt waren 952 Personen mit Dienstausweis für die DFB AG tätig.
Das Management der DFB AG steht vor mehreren Herausforderungen: Zum einen muss ein historisches System betrieben werden, das dennoch den neuesten Sicherheitsanforderungen genügt. Zum anderen fehlt in den ersten Monaten des Geschäftsjahres die Liquidität, bevor Einnahmen fließen.
Die im vergangenen September ausgestrahlten Werbespots im Fernsehen SRF lösten ein großes Echo aus. Unter dem Slogan „Sichtbarkeit erhöhen“ wird nun der gesamte Marketing-Auftritt der DFB erneuert.
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der DFB findet vom 3. bis 5. Juli 2026 ein dreitägiges Fest an den Festplätzen Gletsch und Realp statt, inklusive Fahrten nach Andermatt und über den Oberalppass. Das Jubiläumsfest verspricht ein Highlight im Vereinsjahr zu werden.
Anschliessend verdankte Verwaltungsratspräsident Peter Amacher die grossen Leistungen der vielen freiwilligen Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Bereichen. Seine Hauptsorge gilt dem teuren und aufwändigen Unterhalt der Bergstrecke, der den Fahrbetrieb der Dampfbahn überhaupt erst möglich macht.
Unter dem Motto "Wir fahren dank Freiwilligen" stellte ZV-Präsident Beat Scheuter ein neues Konzept für die künftige Mitarbeiter-Werbung vor. Die kahlen Wände an den eigenen Haltestellen sollen für Werbeplakate mit QR-Codes genutzt werden. Auch ein neues Kundenmagazin soll lanciert werden.
Die Lok-Werkstatt Uzwil kann leider nicht die neuen Räume umziehen, da das geplante Gebäude nicht erstellt wird.

Peter Amacher

Beat Scheuter
Aktivitäten des Vereins
Daniel von Niederhäusern gab uns mit einer Bildschau Einblicke in die vielfältige Arbeit der Wagenwerkstatt Aarau. Gezeigt wurden unter anderem der Innenausbau des Wagens AB 4463, die Zwischenrevision des Wagens B 4229, sowie die Überführung des Benzintriebwagens CFmh 2/2 nach Goldau.
Kurt Gross erläuterte das Jahresprogamm 2026.
Jean-Claude Zimmerli warb für vier Bauwochen 2026 an der Furkastrecke. Ideal wären 12 Personen pro Gruppe.
Peter Krauss von der Sektion Stuttgart bedankte sich in humorvollen Worten für die gute Zusammenarbeit mit der Sektion Aargau in der Arbeitswoche 3 und übergab uns als Geschenk ein Fotobuch mit Impressionen.
Harald Salzmann dankte seinem 11-köpfigen Werbeteam für den prompten Einsatz bei den diversen Anlässen im Jahr 2025. Auch für das laufende Jahr sind wieder verschiedene Auftritte geplant, unter anderem bei SBB Historic am Pfingstwochenende in Brugg.
Änderungen im Vorstand und Ehrungen
Mit grossem Bedauern musste der Präsident den Rücktritt von drei verdienten und langjährigen Mitgliedern des Vorstands zur Kenntnis nehmen.
Nach neun Jahren Organisation von Reisen für Mitglieder und Externe tritt Heidi Schmid von ihrem Amt zurück und übergibt ihre Aufgaben dem Nachfolger Jürg Wälti. Sie bleibt dem Verein jedoch weiterhin im Küchenteam erhalten.
Rosmarie Hirzel gibt ihre Funktion als Vereinsdelegierte ab.
Ob als Präsident, Vize-Präsident, Kommunikationsverantwortlicher, Redaktor der Sektionsnachrichten, Webmaster, Mitarbeiter in der Wagenwerkstatt (Schreinerei, Elektroinstallationen) ... nach 28 Jahren engagierter Vereinsarbeit in vielfältigen Funktionen übergibt Heinz Unterweger sein Amt an Walter Marti, einem Neumitglied aus der Region Aarau, der vor seiner Pensionierung als Chirurg tätig war. Mit seinem jahrzehntelangen Einsatz hat Heinz Unterweger den Verein nachhaltig geprägt und Spuren hinterlassen, die noch lange spürbar bleiben werden.
Mit Leo Müller tritt auch der aktuelle Event Manager von seinem Amt zurück. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2014 übernahm er bis heute vielfältige Aufgaben im Verein und im Vorstand, unter anderem zeitweise auch als Interims-Präsidenten. In seiner Verantwortung lag die Organisation des "Tag der offenen Wagenwerkstatt" und die Führung von externen Besuchergruppen. Bewährt hat er sich auch als Zugbegleiter auf der Furkastrecke. Seine Nachfolge ist noch nicht geregelt.
Neu in den Vorstand aufgenommen wird Daniel von Niederhäusern, ein aktives Mitglied mit breiter Erfahrung sowohl in der Wagenwerkstatt als auch an der Furkastrecke. Damit soll die Leitung der Wagenwerkstatt auf mehrere Schultern verteilt und Werner Beer entlastet werden.
Alle abtretenden Vorstandmitglieder wurden gewürdigt und mit einem passenden Geschenk verabschiedet.

Wahlen
Alle zur Wahl stehenden Personen wurden ohne Gegenstimme bestätigt, Präsident, Vorstandsmitglieder, Ersatzmitglieder, Revisor und Vereinsdelegierte.
Da unter dem Punkt "Verschiedenes und Umfragen" keine offenen Themen zu besprechen waren, schloss der Präsident um 22 Uhr die Versammlung.
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Die Dampfbahn begeistert Furka-Kinder gross und klein
Tag der offenen Wagenwerkstatt 2025
Am Samstag, 26. April 2025, fanden wieder zahlreiche Besucher den Weg in die Wagenwerkstatt Aarau. Die Kollegen der Wagenwerkstatt hatten viele Details vorbereitet, um Einblick in die vielfältigen Arbeiten zu geben, die bis zum Einsatz des AB 4463 auf der Bergstrecke erforderlich sind. Das Wagendach zeigte sich fast fertig zum Aufsetzen auf die Wagenstruktur. Parallel dazu entstehen an diversen Arbeitsplätzen die Einbauten.
Zusätzlich zu Mitgliedern der Furka-Familie konnten viele Interessierte aus der Region begrüsst werden, die zum Teil wohl auch erst durch den Neujahrsanlass der Stadt Aarau in der Wagenwerkstatt auf die Dampfbahn aufmerksam wurden. Sehr viele Familien mit kleinen Kindern waren zu sehen, für die mit der Mini-Dampfbahn um das Werkstattgelände und einem Bastelplatz für die Kleinen Spezielles geboten wurde. Die Kinder konnten aus vorbereiteten Komponenten ihre eigene Dampfloki zusammenschrauben – es war toll, ihnen dabei zuzusehen.
Im «offiziellen» Teil hiess Sektionspräsident Kurt Gross die Besucher willkommen und übergab das Wort an Peter Amacher, den VR-Präsidenten der Dampfbahn. Amacher informierte über das Geschehen und die anstehenden Aufgaben bei der DFB – eine ständige Kette von Herausforderungen technischer, finanzieller und organisatorischer Natur. Die Einsatzbereitschaft aller Glieder der Furka-Familie hilft, die Hürden zu meistern. Abschliessend berichtete Werner Beer über Details der aktuellen Revision des AB 4463, die nach der Auslieferung des Aussichtswagens C 4326 den Schwerpunkt der Arbeiten bildet.
Wie immer war für das leibliche Wohl der Besucher bestens gesorgt, für das sich auch die Frauen der Werkstatt-Mitarbeiter sehr engagiert haben.
