
Sektion Schwaben - Ausflug Strohgäubahn
Bilder vom Sektionsausflug zur Strohgäubahn am 7. Juni 2026
Unser Sektionsausflug führte uns in diesem Jahr zur Strohgäubahn westlich von Stuttgart. Die Stichbahn wird von der Württembergische Eisenbahn (WEG) im regulären Personennahverkehr von Korntal bis zum Bahnhof Heimerdingen bedient. Auf der Gesamtstrecke bis zum Endbahnhof Weissach fährt an etlichen Tagen im Jahr der Feurige Elias, ein Dampfsonderzug der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen (GES). Unser Ausflug startete in Ulm und mit dem Regionalexpress fuhren wir nicht über die Geislinger Steige, sondern über die 2022 eröffnete Schnellfahrstrecke bis Wendlingen. Weiter ging es dann mit der S-Bahn und nach einem Umstieg in Stuttgart erreichten wir Korntal, den Ausgangspunkt unserer Fahrt mit dem Dampfzug. Nach einer Stunde Fahrt mit dem Zug, der von einer Schlepptenderlok der Baureihe 50 gezogen wurde, war der Endbahnhof Weissach erreicht. Den Aufenthalt nutzen die Teilnehmer für das Mittagessen oder einen Spaziergang durch den Ort mit seiner alten Wehrkirche und dem Herrenhaus. In Weissach ist auch die Betriebswerkstatt der GES. Auf der unserer Rückfahrt konnten wir wieder den Ausblick auf die Landschaft genießen. Dank der sommerlichen Temperaturen waren die Fenster geöffnet und die Einstiegsplattformen der Wagen waren ein guter Platz zum Fotografieren. Von Korntal brachte uns die S-Bahn nach Stuttgart und damit zu unserem zweiten Ziel des Tages, der Miniaturwelten Stuttgart, bekannt auch als Stellwerk S. Dies ist die einzigartige Modellanlage des leider verstorbenen Wolfgang Frey, die seit September 2017 zuerst in Herrenberg und jetzt gegenüber dem Bahnhof in Stuttgart für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Sie stellt mit über 500 vorbildgerechten Gebäuden wohl den größten Nachbau einer Stadtlandschaft weltweit dar. Bei einer interessanten Führung bekamen wir viele Informationen zur Entstehung der Anlage und dem Umzug an den aktuellen Standort. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie hier die Bahnanlagen bei Stuttgart bis ins letzte Teil originalgetreu nachgebaut worden waren. Durch das Bahnprojekt Stuttgart 21 sind etliche Bereiche in der Wirklichkeit bereits nicht mehr in dieser Form vorhanden. Damit stellt die Anlage auch Stadtgeschichte von Stuttgart dar. Die Anlage war aber nicht nur ein Schauobjekt, sondern hatte die gleiche Funktionalität wie der Hauptbahnhof Stuttgart. Deswegen konnten angehende Fahrdienstleiter auch ihre Prüfung auf dieser Anlage ablegen. Für die weitere Heimreise hatten wir wieder die Fahrt über die Schnellfahrstrecke gewählt und kur vor 19 Uhr waren wir nach einem schönen Sektionsausflug zurück in Ulm.