
Sektion Schwaben - Bauwoche 2026
Bauwoche 2026 Sektion Schwaben
Vom 31. August bis zum 4. September war unsere Sektion mit einer Baugruppe an der Furka. Die KW 36 ist seit etlichen Jahren ein fester Termin für uns. Es waren insgesamt 10 Personen im Einsatz, davon 2 in der Küche. Die Bauwoche startete mit einer kurzen Einweisung über die Sicherheitsvorschriften und die anstehenden Arbeiten. Im Anschluss erfolgte dann die Personaleinteilung für die verschiedenen Einsatzorte. Eine Gruppe von vier Kollegen unter der Leitung von unserem erfahrenen Gleisbaufachmann Martin Jopke ging an die Strecke zwischen Gletsch und Oberwald, um dort an verschiedenen Stellen die Spurweite zu korrigieren. Die Spurerweiterungen ergeben sich durch den Betrieb an der kurvenreichen Strecke. Auch war an mehreren Stellen die Höhe zwischen Gleis und Zahnstange nicht mehr im zulässigen Bereich. Die Arbeiten konnten durch die Routine und den tatkräftigen Einsatz auch in den Zugpausen an den Tagen mit Fahrbetrieb durchgeführt werden. Das Gleis wird regelmäßig überprüft und im Abstand von ungefähr 2 Metern die Gleisgeometrie gemessen. Dies geschieht mit einer speziellen Gleislehre. Nach einer Einweisung durch einen erfahrenen Gleiskontrolleur konnte ein Kollege die Arbeiten allein durchführen. Dabei wurden auch die überarbeiteten Streckenabschnitte vermessen, um die Unterlagen zu aktualisieren. Oberhalb der Wilerbrücke musste der Wassergraben entlang des Gleises gereinigt werden. Hier hatte sich im Laufe der Zeit viel Material angesammelt und den Abfluss behindert. Das Reinigen der teils sehr schmalen Gräben zwischen Stützmacher und Einfassung des Gleisbetts ist recht mühsam und zeitaufwändig. Hier haben sich aber zwei Kollegen die ganze Woche durchgekämpft und so fast 280 Meter geschafft. Entlang der Strecke unterhalb Gletsch bis kurz vor Oberwald gibt es eine Brandschutz- und Löschanlage mit Sprinklern, um Brände durch den Funkenflug der Dampflokomotiven zu verhindern. In den letzten Jahren wurde hier eine neue Zuleitung von der Wasserfassung des Kraftwerkes unterhalb Gletsch verlegt. Ale eine der letzten Arbeiten musste noch ein Übergabeschacht eingebaut werden. Zum Ende der Woche wurde noch Hilfe beim Aufräumen des kleinen Gebäudes an der Steffenbachbrücke geleistet. Dort sind die beiden Winden und alle nötigen Materialien für den Auf- und Abbau der einzigartigen Klappbrücke gelagert. Das Wetter war in der Woche durchwegs gut, die Arbeit hat Spaß gemacht und so konnten wir wieder eine tolle Leistung erbringen. Die Verantwortlichen der Bauabteilung waren mit unserer Arbeit und dem eigenverantwortlichen Einsatz rundum zufrieden. An dieser Stelle nochmals einen großen Dank an die Teilnehmer für ihr Engagement und die tolle Zusammenarbeit. Der besondere Dank gilt auch Steffi und Hans-Peter, die in der Woche die Küche und damit unsere Verpflegung perfekt gemeistert hatten. Das gemeinsame Arbeiten und das kameradschaftliche Miteinander zeichnet die Baueinsätze an der Furka aus.
Aufnahmen: Claus Bauhofer, Bernd Hillemeyr, Martin Jopke