Bauwochen Sektion Ostschweiz

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Bauwoche KW. 26-2018 der Sektion Ostschweiz

  • Bauwoche KW26 der Sektion Ostschweiz

    Gut gelaunt trafen am Sonntagabend knapp 20 Teilnehmer zur traditionellen Bauwoche 26 in Realp ein. Wie immer war es ein Wiedersehen der besonderen Art, kannten sich doch alle schon von vergangenen Einsätzen für die Dampfbahn an der Furka. Die Aussichten auf gutes Wetter liessen eine erfolgreiche Arbeitswoche erhoffen.

    Bei manch einem klingelte der Wecker am ersten Tag früher als sonst, war doch die Ankunft der in Uzwil neu restaurierten 4-Kuppler Lok HG 4/4 Nr. 704 auf etwa 5:00 Uhr angesagt. Kurz nach dem Frühstück stand sie dann das erste Mal auf den Gleisen der DFB. Nachdem die neue Dampflok in die Depothalle geschoben wurde, legte sich das Augenmerk vieler auf den Rückbau des imposanten Tiefladers für die leere Rückfahrt. Nach diesem Spektakel galt es für die Baugruppenteilnehmer dann aber ernst. Manfred erklärte wie gewohnt das geplante Bauprogramm. Als danach die Teams zusammengestellt und die Arbeiten verteilt wurden, ging es los. Werkzeug, Material und Verpflegung wurden bereit gemacht, bevor man sich an die verschiedenen Arbeitsplätze begab.

    Der viele Schnee im vergangenen Winter hinterliess Spuren, was die Vegetationsgruppe speziell zu spüren bekam. Doch auch für den Bau gab es Zusatzarbeit, mussten doch die vom Schnee teilweise umgedrückten Pfosten in Gletsch gerichtet werden. Längerfristig nagt der Zahn der Zeit, was sich im Zustand der Gleisanlagen zeigt. Neun Schwellen galt es, in den Weichenbereichen in Gletsch zu ersetzen, was harte Knochenarbeit bedeutete. Ein anderes Team verbesserte die Verhältnisse an der Wasserfassung in Tiefenbach, indem es den Überlauf in ein Rohr verlegte.

    Für Arbeiten der nachfolgenden Woche musste verschiedenes Gerüstmaterial für Stützmauern oder Werkzeuge für den Gleisunterhalt bereitgestellt und an deren Einsatzort transportiert werden.

    Eine Arbeit der besonderen Art gab es für drei Teilnehmer, mussten doch die Räume der unterhalb der Furka gelegenen Talstation einer ehemaligen Transport-Seilbahn geräumt werden. Nicht dass man dort irgendwelche Spuren der militärischen Aktivitäten der Schweizer Armee vorfand, sondern Gerümpel eines dort gehausten Einsiedlers. Ganze vier Bigbags wurden gefüllt mit Abfall, Holz und anderen Utensilien!

    Ebenfalls harte Arbeit war bei der Demontage der alten Gleisjoche angesagt. Die demontierten Schienen, Schwellen und Zahnstangen bringen an die 20 Tonnen auf die Waage – und durch den Alteisenhändler einen willkommenen Zustupf in die Kasse der DFB.

    Am Freitag stand noch die Montage der Werbetafel am Werkstattgebäude auf dem Programm. Von weitem lässt sich nun erkennen, dass hier die DFB zuhause ist.

    Dank Elektrofachkräften in der Baugruppe konnten Reparaturarbeiten an der elektrischen Beleuchtung im Scheiteltunnel und den Kellerräumen der Werkstätte Realp ausgeführt werden. Zudem hat sich, wie alle Jahre, ein kleines Team dem Unterhalt an Drehscheiben und Wasserkranen gewidmet.

    Besser als erwartet verliefen die Arbeiten, so dass man sich schon ab Mittwoch der am Anschlagbrett der Kantine aufgehängten Liste „Kleine Arbeiten/Pendenzen“ annehmen konnte. 

    Es bleibt zu hoffen, dass wir noch manche Jahre mit unserem Einsatz zum erfolgreichen Weiterbestehen der DFB beitragen können. Die Verabschiedung unter den Teilnehmern mit den Worten „Auf Wiedersehen“ lässt zuversichtlich stimmen, dass uns dies im kommenden Jahr erneut gelingen wird. Allen Teilnehmern sei an dieser Stelle nochmals recht herzlich gedankt. 

    Text:   Philipp Geisser
    Fotos: Markus Staubli/Heinz Jost/Wolfgang Steimel

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Bauwoche KW. 20-2018 der Sektion Ostschweiz

  • Bauwoche KW20 der Sektion Ostschweiz

    Der Essaal im Personalhaus begann sich am Sonntagabend allmählich, mit herzlichsich begrüssenden Personen, zu füllen. Nach einem feinen Nachtessen und regem Gedankenaustausch (Mit kleinen Dialekt- und Hör-Schwierigkeiten, wegen dem Laustärkepegel!) hörten wir den Ausführungen der Schneeräumequipe für ihre anstehende Arbeitswoche, aufmerksam zu. Danach erörterte ich unser Bauprogramm im Detail. Wir besprachen uns, wer Arbeiten als "Bodenpersonal" und wer als "Dachpersonal" ausführen kann.

    Montag
    Da die Schneeräumequipe um 06.30 Uhr Arbeitsbeginn machte, gabs für uns auch kein Halten mehr und somit frühstückten wir auch schon um 06.45 Uhr. Herzlich um 07.30 Uhr begrüsste uns Manfred Willi. Er informierte uns über ausgeführte und anstehende Projekte. Ebenso diskutierten wir unser Wochen-Bauprogramm im Detail, in Bezug auf Tätigkeiten und Manpower. Wetter- und temperaturmässig war es etwas bewölkt, aber nicht zu kalt und trocken. Mit Schaltafeln und Schaufeln ausgerüstet, machten sich einige von uns Richtung Brücke Stockentalbach (beim Golfplatz) auf, um dort eine Mauer zu erstellen. Wiederum Andere bauten auf Gleis 88 ein fahrbares mobiles Roll-Gerüst zusammen, um nachher auf dem Dach die Vorarbeiten für das Montieren der beiden Rauchabzüge auszuführen. Eine Equipe reparierte, wie jedes Jahr, den Drahtzaun und einen umgeknickten Stahlpfosten, beim DFB-Bahnhof Realp. Die Zwischenräume der Sparren beim Schiebetor (Unterkunft) wurden mit Isolationsmaterial und Holzabdeckung dicht verschlossen.

    Dienstag
    Die Berge rundherum wurden mit einer weissen "Puderzuckerschicht" bedeckt. Wettergleich wie am Vortag = ideal auf dem Dach. Mit der Eisenliste und der daraus resultierenden Herstellung der Armierungseisen, waren die "Mauermacher" voll ausgelastet. Für den zweiten Rauchabzug konnte, mit der entsprechender Routine, die Dachöffnung schneller bewerkstelligt werden. Das nicht mehr benötigte Gerüst beim Schiebetor wurde entfernt und deponiert. Ein Mann dislozierte nach Oberwald zum "Auswintern". Die letztes Jahr erstellte Dachkonstruktion beim Unterstand an der Schweigstrasse, erfüllte die Bewährungsprobe nach diesem Winter nicht und musste zusätzlich noch verstärkt werden.

    Mittwoch
    Auch heute waren die Berge rundherum mit einer weissen "Puderzuckerschicht" bedeckt. Vor dem Mittag erlebten wir einen starken Regenschauer. Am Nachmittag konnten wir bei bewölkten Himmel, aber regenfrei, den Beton im Betonwerk - Zumdorf holen. Zusammen mit Schnellbinder bauten wir für die Brandabschottung den Beton in die Schalungen auf dem Dach der beiden Rauchabzüge ein. Auch heute war noch ein Mann nach Oberwald zum "Auswintern" abdetachiert. Die beiden Werkleitungen beim Stockentalbach, parallel zur Strasse, mussten wie auch das angrenzende Gelände, für die Schalung der Mauer vorbereitet werden. Im neuen Werkstattgebäude mussten verschiedenen Durchleitungen, in den entsprechenden Brandabschnitten, gut abgedichtet werden. Mit gelber Farbe wurden die Bodenmarkierungen wieder nachgestrichen.

    Wochenmitte: Wir reisten zum Nachtessen nach Andermatt, ins Restaurant Tell, mit x-verschiedenen Röstivarianten, Mmhh, war das ein Leckerbissen! (Trotz guter DFB-Küche)

    Donnerstag
    Eine kleine Wetterbesserung mit höheren Temperaturen und am Nachmittag mit scheuen Sonnenschein, gab uns noch einen zusätzlichen Ansporn. 2 Abstellgleise wurden neu positioniert und ausnivelliert. Als fertige Arbeit konnten auch die beiden Rauchabzüge abgeschlossen werden. Am Vordach (Büro) entfernten wir den Schneefänger und die immer wieder beschädigte Dachrinne. Einfüllbereit für den Beton präsentierte sich am Abend die Schalung mit der Armierung beim Stockentalbach.

    Freitag
    Der Abreise-Freitag zeigte sich, nach einer durchzogenen Woche, von seiner sonnigsten Seite! Somit konnten wir alle angefangenen Arbeiten speditiv beenden. Der bestellte Beton für die Mauer bei der Stockentalbach-Brücke wurde pünktlich 08:00 Uhr mit dem Fahrmischer geliefert. Nach dem Vibrieren und groben Aufräumen der Baustelle machten wir uns an den Abbau des Fassadengerüstes, das für die Dacharbeit benötigt wurde. Nach 1 Stunde war alles sauber ausgelegt am Boden aufgeschichtet. Bis am Mittag waren noch diverse Aufräumarbeiten auf dem Areal und in der Werkstätte auszuführen. Nach einem vollzähligen Abschiedsphoto nach dem Mittagessen, haben wir von den ersten Kollegen schon wieder Abschied genommen. Die Arbeitswoche verstrich im Nu im Kreise einer toll motivierten Froni-Gruppe. Ein herzliches Dankeschön ALLEN Beteiligten für ihren Einsatz! Wir freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen, spätestens in einem Jahr! Das Küchen-Team hat den besten Dank für ihre Kochkünste und den Service verdient! Eine müde und trotzdem aufgestellte Truppe machte sich wieder auf die Heimreise  bei nächster Gelegenheit wieder zu Treffen.

    Text/Fotos: Markus Geiger

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Bauwoche KW. 43-2017 der Sektion Ostschweiz

  • Bauwoche KW43 der Sektion Ostschweiz

    Aus einem wunderschönen Altweibersommer zwei Tage in den Winter und wieder zurück in den Altweibersommer. So etwa könnte die Ueberschrift aus Wettersicht für unsere Frondienstwoche lauten.

    Doch der Bericht soll ein anderes Schwergewicht haben. Es wurde gearbeitet, im Bereich der Remise in Realp und „auswärts“ am Nätschen und in Oberwald. Einige betätigten sich als Spengler und erstellten  Dachrinnen. Es wurden Unterlagplatten für Zahnstangensättel modifiziert, notabene deutlich mehr als die Planung vorgab. Das Gerüst zur Wagenreinigung im Bahnhof Realp wurde demontiert und das Material säuberlich im Geren zur Wiederverwendung im nächsten Jahr gelagert. Für den Wagenunterhalt wurde in einem Personenwagen das ganze „Innenleben“ demontiert.

    Für den Wetter- und Winterschutz sorgen nach unserer Frondienstwoche einige gezimmerte Dächer mehr. Unterhaltsarbeiten und Ergänzungen der Elektroinstallationen in Realp sind stetig notwendig und wurden von den Frondienstlern mit „elektrischem“ Hintergrund zügig an die Hand genommen. In Oberwald ist die versenkbare Zahnstange beim Uebergang der Kantonsstrasse wieder in den Zustand des Winterschlafs gebracht worden. 

    Als Besonderheit haben wir auch auf dem Trassee der MGB (Matterhorn-Gotthardbahn) gearbeitet. Am Nätschen bauten wir das Herzstück einer Kreuzweiche samt Schwellen aus und transportierten die bis zu 500 kg schweren Elemente nach Realp. Bleibt zu erwähnen, dass die erste Etappe der Sanierung der Blechabdeckungen auf der Drehscheibe in Realp in Angriff genommen wurde.

    Und am Feierabend, was war da los? Das „Nachtleben“ in Realp ist nicht heftig, sondern überhaupt nicht vorhanden. Nach dem Einnachten schläft das Dorf und die müden nicht mehr ganz so jungen Frondienstler wären kaum eine attraktive Einnahmequelle. So blieb die Kantine, einige Gläschen Wein oder Bier (Den Spendern sei hiermit nochmals herzlich gedankt), gemütliche Gespräche und ein für alte Herren vernünftiger früher Rückzug in die Unterkunft um am nächsten Morgen wieder fit für den Frondienst zu sein.

    Einmal mehr habe ich als Innerschweizer die Ostschweizer als gute alte Freunde erleben dürfen und ich danke Euch allen für die vielen angenehmen Stunden dieser Frondienstwoche.

    Text:   Beat Müller
    Fotos: Edwin Frey / Markus Bless / Wolfgang Koffer / Andreas Schuler

Bauwoche KW. 26-2017 der Sektion Ostschweiz

  • Bauwoche KW26 der Sektion Ostschweiz

    Am Sonntag 25. Juni 2017 trafen sich die Teilnehmer der Baugruppe Sektion Ostschweiz zur diesjährigen Bauwoche. Getreu der DFB Weisung wurde die Teilnehmerzahl auf eine kleinere Gruppe reduziert.

    Am Montagmorgen stellte uns Manfred Willi das zuvor per Mail erhaltene Bauprogramm detailliert vor. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt: Gruppe Gleisbau, Gleisjochdemontage, Küchenbau und Scheiteltunnel.

    Die Gruppe Gleisbau hatte bei einigen Weichentafeln die neuen Stumpengleissignale zu montieren.
    Die Gleisjochdemontage musste den Stapel Gleisjoche in ihre Einzelteile zerlegen und zum Einlagern oder Entsorgen bereitstellen. Für die Gruppe Küchenbau galt es zuerst einmal die alte Küche an der Furka auszubauen und auf einen Bahnwagen zu verladen. Zudem mussten sie die alte Elektroinstallation abbauen. Die grösste Herausforderung hatte die Gruppe im Scheiteltunnel. Galt es doch 5 Kernbohrungen nach Anweisung in die Tunneldecke für Sondierzwecke zu bohren und diese zu dokumentieren.

    Das war die Einteilung für den ersten Arbeitstag. Der Start am ersten Arbeitstag lief sehr gut. Einige Arbeiten konnten schon gegen Abend abgeschlossen werden oder mussten aus Mangel an Nachschub unterbrochen werden. So zum Beispiel die Jochdemontage.

    Für den nächsten Tag wurden die Gruppen nach Bedarf und Arbeit angepasst. So lief es die ganze Woche. Folgende Arbeiten konnten wir während der Woche erledigen: Reparatur Streckentelefon und Einzug Einzugsschnur von Kilometer 53.380 bis 54.450, Ausfahrschutz an Drehscheibe Realp von Servicegleis Richtung Remise, Mitarbeit beim Einbau der neuen Küche und Elektroinstallation in der Station Furka, Reparaturarbeiten am Mauerwerk im WC der Station Furka, Einbau Brandschutztüre zum Ölkeller im Untergeschoss der Remise Realp, Einbau einer weiteren Spurkranzschmierung unterhalb des Lammenviadukts, Gleislasche unterhalb Lammenviadukt verbohren, Treppenstufen im Energiekanal über dem Abwasserrohr betonieren, Krampmaschine abdecken, Gestell einbauen im blauen Container inOberwald, zwischen Tunnel 3 und Tunnel 1 Holz abräumen, provisorische Wasserleitung Tiefenbach wieder durch Original ersetzten, Schrauben an Zahnstangeneinfahrt Tiefenbach ersetzten, Senkung an Weiche Tiefenbach beheben, Kernbohrungen im Stationsgebäude Gletsch ausführen, damit die Lichtignalanlage vom Keller ins Büro vom Stationshalter verlegt werden kann, Fuge an der Lammenbrücke ausbessern, Kontrolle aller Drehscheiben und Wasserkranen, Abschluss am Rauchabzug am neuen Blechdach in Realp fertigstellen, wofür Kurt Forster extra für einen Tag anreiste. Am Samstag wurde dann zum Abschluss noch die Masse für die zwei neuen Rauchabzüge für die Lok HG 4/4 genommen, welche bis zur Ankunft der ersten HG 4/4 montiert sein sollten.

    Im Flug war die Bauwoche vorbei. Nebst den interessanten Arbeiten genossen wir an den Abenden auch das gemütliche Zusammensitzen und Fachsimpeln. Und einige unter uns mussten am Ende der Bauwoche eingestehen, dass so ein paar Tage Gleisbau auch sehr lehrreich sind.

     

    Mit den Worten zum Abschied gingen wir wieder auseinander und freuen uns schon auf das nächste Jahr in Kalenderwoche 26.

    Text:   Markus Staubli
    Fotos: Markus Staubli / Jan Rümke / Heinz Jost

     

  • Demontage Gleisjoche
    Neue Einfassung Rauchabzug
    Stumpengleissignal in Gletsch
    Weiche Tiefenbach nachstopfen
    Gruppenfoto Sektion Ostschweiz
     

Bauwoche KW. 19-2017 der Sektion Ostschweiz

  • Ostschweizer - Einsatz

    Das Anreisen am Sonntagabend um 18.00 Uhr zum Nachtessen ist beinahe schon Kult und mit grosser Wiedersehens-Freude unter Freunden verbunden. Nach einem tollen Nachtessen erfuhren wir einiges übers Wochenprogramm unsrerseits wie auch das der Schneeräumequipe. Montag-Morgens um 07.00 Uhr stärkten wir uns mit einem feinen Frühstück und machten uns auf an die einzelnen Arbeitsplätze um unseren Tatendrang zu bändigen.

    Das besser als erwartete Wetter, fast trocken, spornte uns an. Die Aussenarbeiten wie Zaunreparatur, Geländer richten und schweissen, Schneestangen abräumen wurden speditiv ausgeführt. Das Vordach für die "Festbänke" nahm bis am Abend auch schon Form an. Nachdem wir einen Prototypen der Doppel-Rippenplatten abgesägt, geschweisst und gerichtet hatten, machten wir uns an die Serienproduktion von insgesamt 55 Stück an die Arbeit. Der "Unit" Bauwagen musste ausgeräumt und mit einem neuen Gestell im "James Bond" Wagen neu eingeräumt werden.

    Am Dienstag machte sich eine 3-Mann starke Equipe von uns zusammen mit den Anderen auf nach Oberwald, bei schönstem sonnigen Wetter, um die Zahnstange am Bahnübergang wieder einzubauen. Zuerst hiess aber entrosten, sandstrahlen und lackieren bevor montiert wurde. Im DFB-Bahnhof wurde der Rolladen montiert und elektrisch getestet. Alle anderen Arbeiten vom Vortag wurden fortgesetzt. In Realp war das Wetter durchzogen wie ein "Speck".

    Der Mittwoch zeigte sich von seiner sonnigen Seite in einer traumhaften weissen Bergwelt! Die weiteren Arbeiten waren die Neopren- und Gummiunterlagen in einer grossen Zahl (Ein ganzes Palett) abzulängen. Der Wasserturm sprudelte bei dieser Schneeschmelze ziemlich stark, ganz oben zum Üeberlauf heraus. Nach genauerem pickeln und herausschaufeln kamen wir der Verstopfung auf den Grund. Der Ein- Auslaufschacht war komplett mit Schotter und Erde zugeschüttet. Nach der Reinigung funktionierte die Leitung unter dem Gleistrasse zur Strasse wieder tadellos. Ein Aluminiumdeckel schloss die Arbeit ab.

    Ein durchzogener Donnerstag motivierte uns von neuem noch den zweiten Teil der Woche in Angriff zu nehmen. Keine Sonnencremé und kein Regenzeug, ideale Voraussetzungen. Einen Rolleiter-Wagen haben wir abgebrochen, einen repariert, bei einem Roll-Plattformwagen ein Rad gerichtet und neue Bretter eingepasst. Einem Förderband schraubten und entsorgten wir das Untergestell. Dem FURKA-Depotwagen wurde ein KABA Schloss eingepasst (Nach Türzerlegung!). Beim Spaltanlagen-Schacht passten wir Winkel und Holzleisten ein um ein einknicken mit den Füssen zu verhindern.

    Der Abreisetag - Freitag zeigte sich von seiner sonnigsten Seite! Somit konnten wir alle angefangenen Arbeiten speditiv erledigen. Es reichte zeitlich sogar noch um die eingesunkenen Verbundsteine auf dem Perron im DFB-Bahnhof Realp neu zu setzen anzufangen. Die Maschinen und Werkstätte wurden noch aufgeräumt und gereinigt wie es sich gehört. Nach dem Mittagessen hiess es schon wieder Abschied nehmen. Wie im Flug verstrich die Arbeitswoche im Kreise der voll motivierten Fronis.

    Ein herzliches Dankeschön ALLEN Beteiligten für ihren Einsatz! Hoffen wir, dass wir uns spätestens in einem Jahr gesund wiedersehen können! Gerne möchte ich am Schluss das Küchen-Team von der allerbesten Seite rühmen und ihm den besten Dank, im Namen ALLER, aussprechen!

    Text/Fotos: Markus Geiger

  • Verbundsteine Perron
    Spaltsicherung Dampfdepot
    Zahnstangenmontage Oberwald
    Crew Bauwoche

Bauwoche KW. 26-2016 der Sektion Ostschweiz

  • "Hei lueg do, wie goht's dir - Schö, bisch au wieder do - So schnell goht es Johr ume - Was mached echt mir das Johr?", so tönte es bei der Ankunft am Sonntag dem 27. Juni 2016. Dieses Jahr trafen sich wiederum 29 Teilnehmer zur Bauwoche an der Furka - für die meisten davon gehört dieser Anlass zum festen Bestandteil des Jahreskalenders. Schon bald nach Ankunft traf man sich zum Abendessen, welches uns das bewährte Küchenteam zubereitete. Zusammen mit der Bergluft und den vertrauten Gesichtern viel das Akklimatisieren dann auch nicht sehr schwer. Nach dem Morgenessen am Montag stand die Instruktion auf dem Programm, welche uns über das geplante Geschehen der Woche aufklären soll. Gespannt waren alle auf die Liste der Arbeiten, welche Manfred Willi für uns ausgedacht und zusammengestellt hatte. Vielseitig wie immer standen unterschiedlichste Arbeiten auf dem Plan, die von der Vegetationskontrolle über Gleisbauarbeiten bis zu Dachdeckerarbeiten reichten. Danach lag es an Markus Staubli, für alle Arbeiten die passenden Gruppen zusammenzustellen, was ihm sichtlich gelang. Die Motivation der Teilnehmer und die Wetteraussichten liessen hoffen, bis am Samstag alle Arbeiten erledigt zu haben. Und so hiess es: Packen wir's an! Die Sidelenbachbrücke beherbergte eine der Baustellen. Dort galt es, auf etwa sechs Metern den Schotter auszuräumen und anschliessend eine Betonplatte zu erstellen, welche zukünftig eine solide Gleisunterlage bilden und das Mauerwerk der Brücke von eindringendem Wasser fernhalten soll. Material und Mannschaft wurden jeweils mit dem Dieselzug zur Baustelle gebracht, für die meisten ein spezielles und nicht alltägliches Erlebnis. Um flexibel zu sein war die Mannschaft um den Vegetationsspezialisten Franz Elmiger mit dem Bus unterwegs, um so an die verschiedenen Stellen entlang der Strecke zu gelangen. Neben dem Säubern der Wassergräben galt es auch, Erlen zu schneiden, was angeblich anstrengender war als es zu Beginn schien. Aber genau solche Tätigkeiten sind es, welche zum herrlichen Ausblick auf die Strecke beitragen und nicht zuletzt für einen sicheren Fahrbetrieb unerlässlich sind. Die Holzabdeckung der Drehscheibe an der Station Furka wurde vor über 13 Jahren erstellt. Die winterlichen Extremverhältnisse hinterliessen ihre Spuren, weshalb eine Renovation erforderlich wurde. Dabei galt es, die Holzbalken teilweise zu tauschen und neu zu befestigen, wozu über 500 Schloss-Schrauben notwendig waren! Durch den Einbau einer permanenten Schmierung soll der Verschleiss am Gleis reduziert werden. Unser erfahrene Gleisbauer Bruno Glutz montierte mit seinem Team eine Versuchseinrichtung auf dem Abschnitt Rhonequelle - Oberwald. So gilt es abzuwarten, ob die Massnahme von Erfolg gekrönt sein wird. Des Weiteren gab es Kontroll- und Korrekturarbeiten am Gleis, die zum sicheren Fahrbetrieb beitragen. Mithilfe war noch im Kehrtunnel angesagt, wo eine kritische Stelle im "nassen" Bereich nahe der talseitigen Ausfahrt abgedichtet werden musste. Nach der Fertigstellung der Verschalung galt es, mit einen Kubikmeter Beton die Ausbruchstelle zu stopfen - grad so wie der Zahnarzt eine Füllung stopft, nur etwas schwerer! Fest zum Arbeitsprogramm gehören die Inspektion sowie der Unterhalt an den Drehscheiben und Wasserkranen. Mit Genugtuung lässt sich sagen, dass die Einrichtungen in sehr gutem Zustand sind, abgesehen von der Drehscheibe in Realp, auf welche in den nächsten Jahren eine grössere Renovation wartet. Die wohl wichtigste "Baustelle" war abermals die Küche. Ein herzliches Dankeschön geht an das Küchenteam um Hans Steiner, denn ohne die hervorragenden Kochkünste und das eine oder andere Gespräch wäre die Stimmung in der Bauwoche nicht so hervorragend gewesen. Dass schliesslich alles so reibungslos lief haben wir nicht nur dem Wettergott zu verdanken, sondern auch unserm Baugruppenchef Markus Staubli. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz und der Vorbereitung hätte so manches gefehlt oder nicht geklappt. Und schliesslich geht ein Dank allen Teilnehmern, denn durch euren Einsatz war es wiederum möglich, sämtliche Positionen auf Manfreds Arbeitsliste abzuarbeiten. Auf ein herzliches Wiedersehen im nächsten Jahr! Text: Philipp GeisserFotos: Wolfgang Steimel / Christian Heer / Markus Staubli Weitere Fotos Bauwoche 26-2016, sind hier zu finden.Fotos der Bauwoche 19-2016 sind hier zu finden.

Fotos der Bauwochen 2015 der Sektion Ostschweiz

Bauwoche KW. 26-2015 der Sektion Ostschweiz

  • Für diesmal kommt der Baubericht in Form und Stil mal als Gedicht.
    Was Woche sechsundzwanzig war legt dieses Prosawerk euch dar.

    Auch dieses Jahr schon fast Usanz gab es das Team um Elmiger's Franz.
    Das kümmert sich aus Tradition um unsre Vegetation. 

    Von Hand, mit Pickel oder Spaten ging's dem Unkraut an den Kragen.
    Auch wurden Gräben längs dem Gleis von all dem Schutt und Schlamm befreit.

    Manfred Willi sah mit Schreck die Folgen eines Wasserlecks.
    Der Wasserdruck seit Anfang Jahr im Hause nur noch war zwei Bar.
    Das Wasser drang schon vehement durch Ritzen aus dem Fundament.
    Nach ein paar Tests war es dann klar, das Leck nicht so zu stopfen war.

    Ne neue Leitung, die Devise, entlang dem Haus bis zur Remise.
    Im Keller dann um all die Ecken, den Wänden nach, unter den Decken,
    bis hinten zu der Wasseruhr, und fertig war die Reparatur.
    Das Wasser fliesst, der Druck ist da, wie wenn da nie was anderes war.

    Marmor, Stein und Eisen bricht, das sagt man oft so liederlich.
    Wär'n da nicht diese Betonplatten, die machten Walter recht zu schaffen.
    Doch mit Kompressor, Ohrenschutz ging er ran, war selbst verdutzt.
    Dann schliesslich stolz, trotz all den Wehen hat er's geschafft, das konnt man sehen.

    Eng war es in den Garderoben, drum wurde ausgebaut nach oben.
    Man sagt ihm neu "Sanitärtrakt", nun ist's dort nicht mehr so kompakt.
    Nach Abschluss aller Bauarbeiten - für uns gab's nur noch Kleinigkeiten -
    galt es, das G'rüst noch abzubauen, nun lässt sich dieses Werk anschauen.

    Die Härtesten aus unsrer Gruppe formierten sich zur Tunneltruppe.
    Dann ging es rauf in den Tunnel, die Leuchten gaben etwas hell.
    Für all die Löcher in den Stein trieben sie den Bohrer rein.
    Das brauchte unermüdlich Fleiss und trieb trotz Zugluft richtig Schweiss.

    Dank pflichtbewusstem Unterhalt gibt's kaum nen ungeplanten Halt.
    Dies gilt, und das lässt sich auch sehen, wenn man die Drehscheibe möcht drehen.
    Das Team dafür, das ist versiert, es prüft und flickt und dann auch schmiert.
    Da wo Teile sich stets reiben, an Wasserkranen und Drehscheiben.

    Da gab es noch die kleinen Sachen, die sind halt eben auch zu machen.
    Boiler, Treppe, Wasserfassung defekt von grosser Überlastung.
    Doch dank des handwerklich Geschick war'n solche Dinger bald geflickt.
    Darüber ist dann mancher froh, so läuft's bei uns, das ist halt so.

    Aus dem Dorf, bis in die Gänge, hört man morgens Alphornklänge.
    Der Leo, wie schon all die Jahr, dafür natürlich schuldig war.
    So weckte er nicht nur Kollegen, sondern auch jene die dort leben.
    Doch schätzten sie's und taten Kund: Denn Morgenstund hat Gold im Mund.

    Dass schliesslich alles so gut klappte ist offensichtlich diese Sache:
    Wenn es im Bauche wohle tut, gibt's bei der Arbeit frohen Mut.
    Das verdanken wir den Köchen, die gar manches in den Töpfen kochten,
    und was kam heraus, ein unvergesslich Festtagsschmaus.

    Nach Schlussfoto und all den Tagen hiess es schliesslich "Adieu" sagen.
    Und Markus, unser Chef, liess wissen:  Er möchte nächstmal keinen missen.
    Ich glaub, er darf da sicher sein, dass jedermann, ob gross und klein,
    wenn's die Gesundheit ihm erlaubt, Der nächstes Jahr erneut auftaucht.

    Für uns alle, das ist klar, die Woche ein Erlebnis war.
    Wir freuen uns auf's nächste Mal zum Dienst an unsrer Furkabahn.

    Text: Philipp Geisser

Bauwoche KW. 19-2015 der Sektion Ostschweiz

  • Die "Arbeit" ruft und wir machten uns am Sonntag den 03. Mai zu Dritt auf den Weg zum Gossauer-Bahnhof. Die SOB und die MGB brachten uns pünktlich und sicher via Arth-Goldau nach Realp.

    Mit einer herzlichen Begrüssung der alten Kameraden der Sektion Ostschweiz und einem aufgeschäumten Automatenbier hatten wir uns wieder viel aus dem vergangenen Jahr zu erzählen. Das anschliessende Nachtessen, mit einem sehr vielfältigem Salat-Büffet und einem feinen Hauptgang, war vorzüglich! Bravo Küchenteam!

    Am Montagmorgen begrüsste uns die Sonne über den verschneiten Bergen schon sehr früh. Nach einem stärkenden Frühstück begrüsste uns Manfred Willi und erklärte uns die anfallenden Arbeiten der Bauwoche.

    Die Reservearbeit, nämlich die alte Bekohlungsanlage abzubrechen, wurde sogleich zur Wochenbeginn-Arbeit klassifiziert. Gemäss Manfred, ca. 1 Kubik Bauschutt, wären dann abzutransportieren. Franz, ein kräftiger Bursche, seines Zeichens Maurer und Werner, der Unbändige, stellten sich als erste zur Verfügung für die nicht einfache und körperlich seeehr anstrengende Arbeit des "Kompresserns"!

    Als Erste, dann mit Ablösung, für den Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag ... unaufhörlich hörte man nur das Wirken von Werner und Franz rund um das Depot - Realp. Jeden Abend bestaunten wir aufs Neue, die Tagesleistung der Beiden. Am Donnerstag war der Tag des Bauschutt - Abtransports zum Betonwerk nach Zumdorf. Mit dem tollen Menzi-Muck Bagger, dem IVECO und dem Dumper waren es bis am Schluss, sage und schreibe 50 t Bauschutt!

    Eine Gruppe war mit der Montage der Gleisabschlüsse an der Drehscheibe beschäftigt. Ein weiteres Team kämpfte mit den langen Stangen für den Gerüstbau über den Toreinfahrten der Remise.

    Eine grössere Aufgabe wartete auf eine weitere Gruppe, nämlich der Ausbau der Weiche 57 beim Personenbahnhof. Nach dem Ausbau der Weiche mit Eisenschwellen, hiess es am Mittwoch, notabene mit einem versierten Baggerführer, im Bereich der Weiche den Aushub noch auszuführen. An der "Neuen" Weiche waren Holzschwellen montiert, was ein tieferer Einbau erfordert. Die "Findlinge" unter dem Schotterbett erreichten zum Teil eine stattliche Grösse, was das Auswechseln der Bagger-Schaufeln erforderte. Der Einbau der "Neuen" erwies sich aufwendiger, als auf den ersten Blick angenommen. Wenn eine grosse Schraube oder eine Verbindungsplatte nicht recht passen wollte, musste man wohl oder übel, zum grossen "Fäustel" oder der "Mehlbürste" (Grosser Vorschlaghammer) greifen. Das einschottern von Hand für "Ungewohnte" war sehr anstrengend. Aber am Schluss passte es, sogar auch der Schotterkasten!

    Einige Fronis führten noch diverse Kleinarbeiten ebenso pflichtbewusst und präzise aus.

    Wetter - Technisch, vor allem im Nachhinein gesehen, war die Woche 19 wieder eine tolle Woche! Die ganze Zeit über nicht allzu sehr kalt, auch Nachts. Abgesehen vom Mittwoch - Vormittag der uns vom Morgen an, Regenschauer und noch einmal heftigen Regenschauer bescherte! Zuerst dachten wir, es sei eine kurze Sache. Mütze, allenfalls Regenjacke genüge schon. Aber nach und nach holten sich Alle auch noch die Hosen, obwohl wir dann in den Bewegungen sehr eingeschränkt waren. Der Petrus hatte aber um ca. 11.00 Uhr mit uns erbarmen und drehte den Hahn zu! Der Rest der Woche wie der Anfang, einfach TOP!

    Gerne möchte ich am Schluss nochmals das Küchen-Team von der allerbesten Seite rühmen und Ihnen den besten Dank, im Namen ALLER, aussprechen!

    Müde und frohgelaunt von einer tollen FRONI-Woche machten wir uns wieder auf die Heimreise in die Ostschweiz.

    Text  / Fotos: Markus Geiger

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Bauwoche KW. 44-2014 der Sektion Ostschweiz

  • Am 26. Oktober 2014 gegen Abend wurde die Unterkunft in Realp von den 12 Teilnehmern der Bauwoche 44 in Beschlag genommen. Schnell  fanden sich dann auch alle zum Nachtessen  zusammen.

    An dieser Stelle sei der Küchenmannschaft ein besonderes Kränzlein gewunden- Denn sie verstand es, uns die ganze Woche mit ausgezeichnetem Essen bei Laune zu halten und für die Arbeiten zu motivieren.

    Im Anschluss an das Essen tönte Heini an, was uns für die kommenden Tage erwarten würde, wobei die Details dann erst am Montagmorgen durch Manfred verkündet wurden.

    Wie immer, wenn Leo dabei ist, wurden wir von ihm und seinem Alphorn mit einem Weckruf und am Abend mit einem Ständchen beglückt.

    Die Arbeiten der Werkstatt mit dem Umräumen von Schränken, Ersatzteilen und Material, die Verkleidung eines Regals mit Blechtafeln, das Isolieren des Büros von Jakob, dass Demontieren einer Weiche, die Felsräumung und noch vieles mehr hat uns bis zum Freitag in Trab gehalten. Da Realp durch geschlossene Gaststätten geglänzt hat, rannen das Bier und der Wein am Abend in der Kantine durch unsere Kehlen. Positiv war dabei, dass wir alle recht frühzeitig in die Federn kamen. 

    Hin und wieder und vor allem ab Freitag wurden wir auch noch durch die Anwesenheit von fahrendem und sonst scheinbar wichtigem Personal beglückt. Wie schon oft wurde uns leider deutlich zu spüren gegeben, dass Fronis bei der DFB wohl immer noch Menschen „zweiter Klasse“ sind. Schade!

    Nach dem Mittagessen des letzten Tages haben sich dann fast alle auf die Heimfahrt gemacht, da wir mit Arbeitslärm an Allerheiligen im Urserental wohl keine Begeisterungsstürme ausgelöst hätten. 

    Alle Teilnehmer haben sich mit dem Wunsch nach einem baldigen Wiedersehen an einer der nächsten Bauwochen verabschiedet.


    Text  / Fotos: Edwin Frey

    Weitere Fotos der Bauwoche sind hier zu finden.

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Bauwoche KW. 26-2014 der Sektion Ostschweiz

  • „Gosch wieder a d’Furka go schaffe?“ bekam manch einer zu hören, als er sich im Freundeskreis Ende Juni für die Bauwoche der Sektion Ostschweiz verabschiedete. Ein Urlaub der besonderen Art, denn selbstverständlich ist es keinesfalls, dass Berufstätige und Rentner für eine Woche ihre Arbeit in den Dienst der Dampfbahn stellen. Für einige war es das erste Mal, für viele bereits fester Bestandteil im Jahresgeschehen. Für die 28 Teilnehmer in diesem Jahr wurde wiederum nicht nur die gemeinsame Arbeit, sondern auch das gemütliche Zusammensein beim Essen und rund um den Feierabendtisch im Glacier du Rhone zum unvergesslichen Erlebnis.

    Treffpunkt Blauhaus Gletsch, Sonntag 22. Juni 2014. Angereist kamen sie von nah und fern, dem In- und Ausland. Im Gepäck befanden sich Utensilien gemäss Packliste, welche unser Bauchef Markus Staubli der Einladung beigelegt hat. Eingelebt hat man sich schnell, denn den meisten war das Bauwochenleben schon von früheren Jahren wohl bekannt.

    Lange war die von Manfred Willi und Markus Staubli erstellt Liste der geplanten Arbeiten. Doch Dank der wiederum guten Vorbereitung, den vorgefertigten Konstruktionsbauteilen und bereitgestellten Werkzeugen, gepaart mit dem Arbeitswillen der Teilnehmer, konnten alle Aufgaben erledigt werden. Da vermochte uns selbst das durchzogene Wetter nichts anhaben. Zu den wichtigsten Arbeiten der diesjährigen Bauwoche 26 zählten:

    - Ausfugen Gewölbebogen und Schliessung Lücke Gehsteg
      Steinstafelbrücke

    - Änderung der Zuganker an der Wilerbrücke

    - Ausräumung der Palisaden unterhalb Tunnel II

    - Nachbessern des Entwässerungsgraben und Reparatur Rohrleitung
      über Tunnelportal II

    - Erstellen Gehweg Viadukt Chüeplanggen

    - Sanierung Einlaufrechen Wasserfassung Tiefenbach

    - Erstellen Widerlager und Kalotte im Scheiteltunnel Tunnelmeter 810

    - Einbringen und Verdichten Aufschüttung Lagerplatz Geren

    - Erstellen Umgehungsleitung Wasserfassung 1 (Rhonequelle)

    - Korrektur Lagefehler Zahnstange km 55.950 und km 57.190

    - Vegetationskontrolle Abschnitt Oberwald – Gletsch

    - Kontrolle und Unterhalt aller Wasserkrane und Drehscheiben

    - Reparatur Dusche Blauhaus

    Dazu gesellen sich die nicht weniger wichtigeren Aufgaben, die dem Wohl der Mannschaft dienten: Küche, Reinigung und Wäsche im Blauhaus.

    Die Instruktionen und das Einhalten der Regeln zur Arbeitssicherheit waren auch dieses Jahr wieder mitverantwortlich für eine unfallfreie Bauwoche. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle herzlich für den Einsatz gedankt, welcher symbolisch mit einer Tageskarte belohnt wurde. Ein spezieller Dank geht auch dieses Jahr an das bewährte Küchenteam um Hans Steiner, dem es immer wieder gelingt, die Mannschaft kulinarisch zu verwöhnen, an Leo für seine frühmorgendlichen Alphornklänge sowie an Agnes als gute Seele im Blauhaus. Zu guter Letzt geht ein besonderer Dank an Markus Staubli für die Organisation, was sicher stets mit viel Arbeit vor, während und nach der Bauwoche verbunden ist.

    Beim Abschied ging überall ein herzliches "Auf Wiedersehen" über die Lippen, was klar bedeuten soll, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu wollen. Wir alle freuen uns darauf.

    Text: Philip Geisser
    Fotos: Markus Staubli, Jan Rümke, Franz Elmiger

    Weitere Fotos der Bauwoche von Albert Schneider, Franz Elmiger, Jan Rümke, Kurt Forster, Markus Geiger, Markus Staubli, Maurice Gemmeke, Walter Künzler und Wolfgang Steimel sind hier zu finden.

Bauwoche KW. 19-2014 der Sektion Ostschweiz

  • Alle Jahre wieder machten wir uns am Sonntag den 4. Mai zu Dritt auf den Weg zum Gossauer-Bahnhof. Diesmal führte uns die Reise mit der SBB nach Zürich, Göschenen über Andermatt nach Realp. Mit einer speziellen Besonderheit wurden wir in Göschenen überrascht. Weil der Strassentunnel in der Schöllenen saniert wird, ist die Strasse im Frühling und Herbst je 4 Wochen total geschlossen. Das heisst der Strassenverkehr wird mit Lichtsignalanlage, durch den Eisenbahntunnel geführt, inkl. Bahnersatz! Mögliche machte erst der Einbau von Betonelementen in den Zwischenräumen der Schienen und die Fahrleitung wurde direkt an die Decke montiert.Mit einer herzlichen Begrüssung der alten Kameraden der Sektion Ostschweiz und einem aufgeschäumten Automatenbier hatten wir uns wieder viel aus dem vergangenen Jahr und zu erzählen.

    Montag:

    Bei Tagesanbruch lachte uns die Sonne über die verschneiten Berge schon sehr früh an. Nach einem stärkenden Frühstück begrüsste uns Manfred Willi und erklärte uns die anfallenden Arbeiten der Bauwoche. Als grosse Überraschung erklärte er uns, dass der Zahnstangenausbau in Sedrun 1'600 m und nicht weniger sind und spätestens in 3 Wochen abgeschlossen sein muss! Als weitere Tätigkeit das Geleise neben der neuen Remise noch einbetoniert werden sollte. Die Sachlage war klar und deutlich und wir ALLE machten uns sogleich an die Arbeit. Am Geleise mussten noch die Stützbleche mit Stützwinkel, für den Spurkranz-Freiraum, zugeschnitten und eingeschweisst werden. Die "Gleisbauer" machten sich an die Arbeit und installierten das Lasergerät um die Schienen ins Lot zu bringen. Danach wurden die gesetzten Unterlagen mit Betonpatschen untermauert.

    Dienstag:

    Ein Prachtstag! Stahlblauer Himmel! 2 Fahrzeuge vollbepackt mit Material und Personen, machten sich auf den Weg nach Sedrun. Sie hatten Trennjäger und Winkelschleifer eingepackt, um die zusammengepressten Hülsen der Zahnstangen aufzutrennen und den Bolzen herauszuschlagen. Schneller gesagt als getan! Nach telefonischer Rücksprache, fragten Sie nach Rat um eine effizientere Lösung (zu langsames Vorwärtskommen!).

    Mittwoch:

    Kitschig! Gleiches Wetter wie am Dienstag! Nicht nur das Wetter, sondern auch die Tätigkeiten vom Vortag wurden weitergeführt. Als weitere Bolzen-Demontagelösung wurde eine Schweissanlage mit Schneidbrenner mitgenommen, was sich als sehr effizient erwies. Die "Maurer" bauten aus verschiedenen Armierungen die benötigten Netze für das Geleis neben der Werkstätte zusammen.

    Donnerstag:

    Regen und kalt am Vormittag! Aber nach dem Mittag war die Sonne wieder stärker. Die "Zahnstangenequipe" hatten schon beträchtliche Meter geschafft, Bravo! Aus verschiedenen Armierungen bauten wir die benötigten Netze zusammen. Heute morgen wird 6 m³ Beton angeliefert! Wir haben 3 Vibro-Nadeln mit Umformer schon bereitgestellt. Nach dem Einbringen des Betons und dem Taloschieren des Bodens, hiess es schon wieder Mittagessen, so schnell vergeht die Zeit.

    Freitag:

    Welch ein Anblick! Wieder heller Sonnenschein! Am Morgen verbreitete sich die Meldung über die Medien, dass die Schöllenen geschlossen sei, wegen eines Felssturzes. Im späteren Vormittag hiess es dann aber, ab 14.00 Uhr sei die Strasse wieder geräumt. Da heute schon wieder unser Abreisetag war, widmeten wir uns noch der bestehenden Bodenplattenanpassung an das Geleise an. Als erstes wurde der Bau-Kompressor wieder auf Vordermann gebracht. Zeitgleich trennten wir mit der HILTI die Bruchkante der Länge nach auf. Einer fing mit einem Druckluft - Bohrhammer den alten Beton mit Armierung abzuspitzen. Nach kurzer Zeit stieg der Lärmpegel schlagartig an, denn plötzlich waren 3 Bohrhämmer mit ohrenbetäubendem Lärm im Einsatz! Somit musste auch noch der Tumper zum Einsatz kommen. Nach Abschluss dieser Arbeiten hiess es dann, nach einer weiteren Verzögerung, dass die Schöllenen ab 15.00 Uhr defintiv wieder offen sei und wir nun die geplante Heimreise antreten können. Müde und frohgelaunt von einer tollen FRONI-Woche, mit sehr guter Bewirtung, machten wir uns wieder auf die Heimreise in die Ostschweiz.

    Die Baugruppe der Sektion Ostschweiz war mit 11 Frauen und Männern an der Bauwoche beteiligt.

    Text: Markus Geiger / Fotos: Markus Geiger / Walter Künzler

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Bauwoche KW. 26 der Sektion Ostschweiz

  • Schiesst ein Fussballspieler dreimal aufeinander ein Tor, dann hat er einen Hattrick geschafft. Heute verwendet man diesen Begriff aber auch schon, wenn ein Team dreimal nacheinander einen Filmpreis erhält. In diesem Jahr könnte für die Sektion Ostschweiz ein Hattrick gleich zweimal zutreffen. Zum einen wird die Sektion erstmals in einer Saison drei Bauwochen bestreiten, zum anderen besteht die Chance, zum dritten Mal den Preis für die beste Baugruppe zu schaffen. Doch Preise sind in unserem Falle nur Nebensache, denn die Arbeit an unserem gemeinsamen Projekt, der Dampfbahn Furka Bergstrecke, ist das, was zählt! Und genau deshalb traf sich die Gruppe zur traditionellen Bauwoche 26.

    26 Männer und eine Frau folgten erneut dem Ruf, ihre Tatkraft erneut für eine Woche in den Dienst der DFB zu stellen. Davon waren 15 Männer auf der Walliser Seite stationiert, wo sie sich zur Hauptsache der Sanierung des Scheiteltunnels, der Vegetationskontrolle und dem allgemeinen Gleisunterhalt widmeten. Einmal mehr wurden sie vom bewährten Küchenteam um Hans Steiner verköstigt.

    Die Arbeiten auf der Urner Seite standen ganz im Zeichen der neuen Werkstatt. Es galt, die bis anhin im Untergeschoss der alten Remise untergebrachten Werkzeugmaschinen und Einrichtungen in das neue Werkstattgebäude umzuziehen. Geschick im Umgang mit schweren Lasten war gefragt – und dies unter Wahrung der erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen. Zukünftig sollen grössere Teile auf den Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen im Erdgeschoss bearbeitet werden, während der Werkstattbereich im Obergeschoss dem Unterhalt von Kleinteilen und Armaturen dient.

    Eine Zweimann-Gruppe war für den Unterhalt der Drehscheiben und Wasserkranen unterwegs. Gespannt war man, ob der harte Winter an diesen für den Eisenbahnbetrieb wichtigen Einrichtungen Spuren hinterlassen hatte. Zum Glück mussten keine grösseren Schäden verzeichnet werden. Allerdings zeichnet sich ab, dass die Revision der Drehscheibe in Realp nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden darf. Zu den Unterhaltsarbeiten gehört ebenfalls die Beobachtung der Lage der Drehscheibe in Oberwald. Der nicht besonders ideale Untergrund hat nämlich zur Folge, dass sie sich seitlich leicht senkt. Seit Inbetriebnahme beträgt die Schieflage mittlerweile 35 mm, jedoch mit einer stagnierenden Tendenz. Diese Absenkung bedeutet für den Betrieb der 12 m langen Drehscheibe aber noch keinerlei Gefahr. Die Lage wird auch in Zukunft weiterhin jährlich ausgemessen.

    Am Donnerstag trafen sich alle Baugruppenteilnehmer zum gemeinsamen Abendessen in Gletsch, mit anschliessendem Umtrunk in der Rhonequelle. Viel gab es zu berichten – alles in allem ein gemütlicher Abend!

    Nach getaner Arbeit ging’s am Samstag wieder heimwärts, und dies mit der Genugtuung, etwas Gutes geleistet zu haben. Es bleibt die Hoffnung, dass auch die von der Bauleitung gesteckten Wochenziele erreicht wurden.

    Allen Teilnehmern wie auch Organisatoren, Gruppenleitern, Köchen, Transpörtlern und Alphornbläsern ein herzliches Dankeschön. Und ich würde fast wetten, dass es beim Abschiedsgruss stets "Auf Wiedersehen" geheissen hat. Was kann uns also besseres geschehen, als im nächsten Jahr wiederum mit gleicher Begeisterung und Elan antreten zu können – der DFB zuliebe. Wir freuen uns!

    Philipp Geisser

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Bauwoche Sektion Ostschweiz 13.-17. Mai 2013

  • Am Sonntag den 12. Mai machten wir uns zu fünft auf den Weg zum Gossauer – Bahnhof. In St.Gallen stieg noch der 6. Mann zu uns in den Zug. Die Reise führte uns mit der SOB nach Arth-Goldau und danach nach Göschenen über Andermatt nach Realp, wo wir zu unseren 9 Kollegen der Sektion Ostschweiz stiessen. Bei leichten Schneefall trafen wir auf eine aufgestellte Runde in der DFB-Unterkunft und der Kantine. Bei einem aufgeschäumten Automatenbier hatten wir uns wieder viel aus dem vergangenen Jahr und zu berichten.


    Montag:

    Bei Tagesanbruch sahen die umliegenden Berge leicht verschneit aus und es war stark bewölkt. Nur zu schnell war der Morgen wieder da. Nach einem stärkenden Frühstück begrüsste uns Manfred Willi und erklärte uns die anfallenden Arbeiten der Bauwoche. Am Dienstag erfolge noch eine Überraschung. Die fast ganz revidierte Lok Nr. 9 wird in Realp wieder auf die Schienen gefahren. Ein Trupp müsste eine Anpassung des Werkkanals spitzen, eine Equipe nach Oberwald zum Auswintern reisen, einige für Werkstattarbeiten.

    Welch ein Blick. Sind wir jetzt durch den Gotthard im Tessin oder aber, nein in Oberwald im Wallis. Etwas wärmere Luft und ein sonnige Landschaft grüsste uns. Wir waren sehr motiviert und erledigten die Arbeiten zügig.

    Dienstag:
    Ein Prachtstag! Stahlblauer Himmel und rundherum verschneite Berge!

    Um 08.00 Uhr war es soweit: Der Schwertransport aus Chur fuhr vor. Ein fünfachsiger MAN der Fa. Wipf brachte auf dem Tiefgangauflieger eine frisch herausgeputzte und fast fertig revidierte Dampflok nach Realp. Die Photoapparate hatten an diesem einzigartigen Tag der Woche Hochbetrieb. Wir kamen aus dem Staunen fast nicht mehr heraus! Trotzdem, die Arbeit bei uns musste auch weitergehen. Titus und Balz kämpften mit je einem Kompressor - Bohrhammer dem hartnäckigen armierten Beton   1 ½ Tage zu Leibe. Viel Lärm, Staub und das Vibrieren in den Gliedern, waren Sie am Abend ordentlich Sack. Nichts desto Trotz, widmeten sich die Einen der Arbeit in der Werkstatt und die Anderen dem Auswintern in Oberwald zu.    

    Mittwoch:

    Das Wetter war durchzogen wie ein Speck. Regen und teilweise Aufhellungen wechselten sich ab. In Oberwald mussten die Standrohre der Sprinkler gesetzt werden. Ein Absperrhag wurde neu erstellt. Die Maurerequipe war mit dem armieren und einschalen der Mauer im Werkleitungskanal von 0.9 m Breite und ca.3.0 m Höhe beschäftigt. 

    Donnerstag:

    Regen und kalt und das den ganzen Tag ununterbrochen! Werkstattarbeiten waren heute Trumpf. Kleinere Reparaturen an verschiedenen Maschinen konnten so erledigt werden.

    Am Nachmittag fuhr ein DFB – fremdes Fahrzeug auf den Vorplatz. Aha! Der 4-Achser Betonmischer mit 5 m³ Beton war eingetroffen. Die beiden Vibro-Nadeln waren bereit. Sofort versammelten sich einige hilfsbereite Kollegen, als gäbe es eine Dampflok zu bestaunen. Nach dem Einbringen des Betons und einem befriedigendem letzten Kontrollblick des „Muratori“ wurde die Baustelle gesichert und etwas früher Schluss gemacht. Die Equipe war in den beiden vorhergehenden Tage sehr stark durch Staub gezeichnet und heute waren Sie stark durchnässt. 

    Freitag:

    Welch ein Anblick! Die umliegenden Hügel auf halber Höhe weiss und noch leichter Schneefall. Die höher liegenden Bergketten zeigten sich mit einem durchgehenden weissen Überzug. Der Winter hat sich definitiv noch nicht verabschiedet.

    Da heute schon wieder unser Abreisetag war, widmeten wir uns noch kleineren Abschlussarbeiten zu. Titus musste es noch Wissen: Sie schalten die Mauer aus um die Arbeit noch genau begutachten zu können. Sie waren zufrieden. Vom Eifer gepackt wurde sogleich die Schalung der Decke in Angriff genommen. Diese Arbeit konnte dann nicht mehr fertiggestellt werden, damit die Kollegen nächste Woche auch noch zum Zug kommen konnten.

    Müde und frohgelaunt von einer FRONI-Woche machten wir uns wieder auf die Heimreise in die Ostschweiz. 

    Markus Geiger

Bautreffen der Baugruppe der Sektion Ostschweiz

Am 2. November trafen sich die Teilnehmer der Bauwochen KW 20 und KW 26 2012 zu einem Treffen. Im Museum Erlebniswelt Toggenburg in Lichtensteig konnten wir einen gemütlichen Abend verbringen. Nach der Vorführung der grössten Spur Null Anlage in Europa, konnten wir die weiteren Ausstellungen zum Thema "Motorräder" und "Motormäher und landwirtschaftliche Arbeitsgeräte" besichtigen. Abschliessend wurde uns im heimeligen museumseigenen Bistro ein Nachtessen serviert. Die grosse Teilnehmerzahl ermutigt uns, dieses Treffen auch im neuen Jahr wieder durchzuführen. Wir danken Edwin Frey für die Organisation und das Gastrecht in Lichtensteig.

Markus Staubli

Bauwoche Sektion Ostschweiz 24.-30. Juni 2012

  • Die Arbeit rief – und wieder meldeten sich 25 Teilnehmer zum Frondienst der Sektion Ostschweiz an der Furka. Für die meisten davon ist die Kalenderwoche 26 der Agenda ohnehin schon viele Jahre fest für diese Freiwilligenarbeit reserviert. Erfreulicherweise waren auch dieses Jahr wieder 3 Kollegen das erste Mal dabei – und wie sich gezeigt hat, vermutlich nicht das letzte Mal!

    Manch einer trat die Reise mit Bildern im Hinterkopf an, welche ihn an die unwetterbedingten Verwüstungen des vergangenen Herbst erinnerten. Gespannt waren wir denn auch alle über die Aufgaben, welche uns erwarteten. Klar – sollte der Bahnbetrieb wie geplant am Wochenende vor unserer Bauwoche aufgenommen werden, dann müssten die Schäden am Bahnkörper bereits behoben sein. Was gäbe es dann noch zu tun? Der Montagmorgen brachte Klarheit. Manfred Willi teilte an seiner traditionellen Information zur Bauwoche mit, dass die ersten Züge planmässig über den Berg rollten. Dies war möglich, weil kurz nach den Unwettern Mittel und Fachleute mit Unterstützung von Fronis zur Verfügung standen und dank guten Wetterverhältnissen auch effizient gearbeitet werden konnte.

    Trotzdem war das Bauprogramm für uns noch prall gefüllt mit Tätigkeiten verschiedenster Art, und zwar auf der Urner wie auf der Walliser Seite. Die Zuteilung der Arbeiten, zugeschnitten auf die unterschiedlichsten Fähigkeiten der Teilnehmer, gelang unserem Baugruppenchef Markus Staubli wiederum hervorragend, galt es doch zusätzlich zu berücksichtigen, dass etwa zwei Drittel der Mannschaft in Realp und der Rest in Gletsch stationiert war.

    Bestimmt hat jede Baustelle und jede Tätigkeit seine eigene Geschichte, welche dem Schreibenden nicht bekannt, die Teilnehmer jedoch als Erinnerung an die Bauwoche mit nach Hause nahmen. Somit bleibt mir nur die Möglichkeit, die Arbeiten des Bauprogramms kurz zu umschreiben:

    • Die Vegetationskontrolle unter der Leitung von Franz Elmiger beschäftigte sich mit der alljährlichen Pflege der Flora entlang des Geleises.

    • Die Installation von Sickerleitungen und Hinterfüllungen mit Altschotter waren Arbeiten an der Erweiterungen der Remise Realp.

    • Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Kohle-Umschlaganlage in Realp wird die Bekohlung der Dampflokomotiven zukünftig vereinfacht.

    • Wasser- und Druckluftinstallationen im Bereich des Lokstandes erleichtern künftig den Kleinunterhalt am Rollmaterial.

    • An der neuen Absauganlage in Realp war wegen Winterschäden eine Reparatur des Antriebs erforderlich und für die zu wenig hitzebeständigen Schläuche musste noch eine zuverlässige Lösung gefunden werden.

    • Im Goldgräberstil wurde die Wasserfassung 2 auf der Höhe „Rhonequelle“ gereinigt.

    • Mit dem Unterhalt an Drehscheiben und Wasserkranen auf der ganzen Strecke wird deren Funktionstüchtigkeit auch für dieses Jahr garantiert.

    • Mit Korrekturen an den Weichen des gesamten Streckennetzes wurden die dereinst ermittelten Mängel behoben.

    • Das Freimachen von Wasserdurchlässen und der Einbau neuer Rohre zwischen Gletsch und Oberwald gehören ebenfalls zur Schadensbekämpfung der letztjährigen Unwetter.

    • Nachdem das Service-Rohr nach dem Rhoneviadukt nicht mehr benötigt wird, konnte es abgebrochen werden.

    • Die grossen Schneemengen des vergangenen Winters verursachten Schäden an den Gebäuden und erforderten Reparaturen am Dach der Remise Realp.

    • Mit der Spurerweiterung an der Zufahrt zur Drehscheibe Oberwald ist gewährleistet, dass zukünftig die neuen Lokomotiven HG4/4 den engen Radius störungsfrei befahren können.

    Dass alle für uns lösbaren Aufgaben bis Ende der Woche erfolgreich und unfallfrei erledigt werden konnten, ist nicht zuletzt auf den guten Teamgeist zurückzuführen. Etwas ungewohnt war schon die Aufteilung der Mannschaft auf Realp und Gletsch, was die Abendrunde schmälerte und Einzelkontakte gar verunmöglichte. Als Entschädigung gab es dafür einen gemeinsamen Mittwochabend in Gletsch. Begonnen mit einem Apéro im Freien, gefolgt von den Köstlichkeiten aus der bekannten Küche von Hans Steiner & Co. und begleitet von manch interessanten und unterhaltsamen Gesprächen entstand so ein unvergesslicher Abend.

    Gedankt sei an der Stelle nicht nur dem Küchenteam und der Hausdame Maria des Blauen Hauses, sondern auch Leo für die frühmorgendlichen Alphornklänge, Margrit und Werner Meier für die Transportunterstützung sowie Markus Staubli für seinen unermüdlichen Einsatz für unsere Dampfbahn Furka Bergstrecke. Ein weiterer Dank geht im Namen aller Teilnehmer an die Sektion Ostschweiz, welche unseren Einsatz mit einer Runde Glacé-Coupe und einem Getränk würdigte.

    Wir alle sind dankbar für die schöne Zeit an der Furka und dürfen stolz sein, mit unserer Arbeit einen Beitrag zum Erhalt des faszinierenden Kulturguts beigetragen zu haben. Das „Auf Wiedersehen“ am letzten Tag war herzlich und ist Garant für die Teilnahme im kommenden Jahr.

    Philipp Geisser

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