Unwetter 2. Juli 2012

dfb Logo

Bilder von Jürg Bolliger, Stefan Deuber, Manfred Engelke, Volker Kabisch, Matthias Knecht, Oskar Kunkel, Matthias Laible, Claus Mayer, Martin Miller, Frank Spalteholz, Gerd Statzmann, Manfred Willi

Reissende Wassermassen in der Reuss

  • Am Montag den 2.7.12 kam es durch heftige Gewitter zu einem starken Anschwellen der Reuss (und auch der Rhone). In Realp wurde die 2. Alarmstufe ausgelöst und die Mannschaften zum Stellen des Dammbalkenwehrs standen bereit.

    Beim Blick aus dem ZFW Büro zeigte sich eine wilde Reuss die bereits gegen die MGB Brücke schlug. 

  • Unterhalb Andermatt fliesst die Reuss tosend durch die Schöllenenschlucht. Bei diesen Bildern kann man sich vorstellen, dass die Schlucht früher als unpassierbar galt.

  • Auch mittags kommt beim Tiefenbach an der Passstrasse noch sehr viel Wasser.

    Von oben sieht man, dass sowohl die Witenwasserenreuss als auch die Furkareuss Hochwasser führen.

Auf der Walliser Seite kam es vor allem zu Wasserschäden an den elektrischen Anlagen

  • Oberhalb des Bahnübergangs "Bogen" in Oberwald lagerte der Bach in seinem Bett viel Schutt ab und leitete sich auf das Bahntrasse um, wo er die Schotterflanke beschädigte und den Bahnübergang unter Wasser setzte.

    In der Folge musste der geflutete Antrieb repariert werden.

  • Ein Felsblock beschädigte beim Unwetter von 2. Juli das Gleis oberhalb des Bahnübergangs "Blauhaus" in Gletsch.

Beim Steinsäumli kam es zu einem Hangrutsch auf das Gleis

  • Da der Bagger bei der Gleisverschiebung gebraucht wurde, musste der Hangrutsch mittels Schaufeln, Schubkarren und viel Handarbeit beseitigt werden.

  • Bis Freitag ist die Strecke beim Steinsäumli wieder geräumt und für die Dampfzüge befahrbar.

Unterspülung der Stützmauern unterhalb von Tunnel 3

  • Durch die enormen Wassermassen wurde das Bett der Reuss stellenweise 3 m tiefer ausgewaschen. Riesige Steinbrocken wurden im Bachbett verlagert. Durch den Anprall an die Stützmauern wurden diese unterspült. 

Ansichten vom Donnerstag den 5.7.12

  • Der grosse Stein im ersten Bild lag vor dem Hochwasser am Ufer. Der Abdruck des alten Standortes ist noch gut zu erkennen. Die im Bild rechte Seite des Steines war früher die Oberseite. Der Brocken ist ca. 50 m3 gross.

    Kaum zu glauben, dass dieses harmlose Bergbächlein drei Tage zuvor solche Verwüstungen angerichtet hat.

    Die Büsche im Bachbett wurden durch die Steine und das Wasser regelrecht geschält.

    Blick aus dem Bachbett hoch zur Rutschstelle bei Km 57.1 

    Diese Steine wurde durch das Wasser mitgerissen.

    Auch oberhalb Tiefenbach sind Stützmauern zusammengebrochen

Hangrutsch bei Km 57.1 durch Unterspülung

  • Bei Km 57.1 unterhalb vom Tunnel 3 rutschte der Bahndamm direkt an der Gleiskante aufgrund von Unterspülungen ab. Das Gleis war so nicht mehr befahrbar.

  • Um den Fahrbetrieb wieder aufnehmen zu können, wurde das Gleis um ca. 1.2m verschoben. Hiermit liegt das Gleis wieder auf stabilem Grund.

  • Die anspruchsvollen Arbeiten wurden durch Mitarbeitern der Firma Vanoli durchgeführt. Unterstützt wurden die Profis durch unsere "Fronis" und Lehrlinge der Firma Laubscher die zur Zeit ihr Lehrlingslager bei der DFB durchführen.

  • Das Gleis wird mit Stockwinden ausgerichtet und frisch eingeschottert

Unterspülung des talseitigen Widerlagers der Wilerbrücke

  • Um die Unterspülung des Brückenwiderlagers bei der Wilerbrücke zu sanieren, wurde am Donnerstag mit Beton und Steinen ein Schutzriegel aufgebaut.

  • Dank der vom Kanton bewilligten Sofortmassnahmen konnte der unterspülte Pfeiler der Wilerbrücke bereits saniert werden

  • Erste Massnahmen an den unterspülten Stützmauern konnten bereits begonnen werden. Um grossflächige Sanierungen durchführen zu können warten wir noch auf die Bewilligungen durch den Kanton. Damit eine Gewässerbelastung durch die notwendigen Betonarbeiten ausgeschlossen werden kann, wurde bereits eine pH- Messanlage installiert die den pH-Wert in der Reuss überwacht.

Sanierung der Schäden

  • Die beim Hochwasser im Bachbett verlagerten Steine, die ein erneutes Hochwasser gegen die Stützmauern leiten würden und so zu weiteren Schäden an der Strecke führen, müssen so umgelagert werden, dass das Wasser keine Angriffsfläche mehr hat. Hierzu wurden die Steine angebohrt und mittels Sprengung in kleinere Brocken zerteilt. 

  • Die unterspülten Stützmauern werden mit neuen Betonfundamenten unterfangen. Hierzu sind teilweise "kunstvolle" Verschalungen notwendig.

    Für den Erhalt der Bahnstrecke sind funktionierende Wasserdurchlässe entscheidend. Bei km 57.1 wurde ein beschädigter Durchlass saniert.

Veranstaltungen

  • Cäsar Ritz Dampfbahn/Essen
  • VFB-NWCH Werbestand
  • Nürnberg:Oberweisbach
  • Mitgliederanlass ...
  • furkaSTAMM
  • alle anzeigen...
Webcam

Archiv

  • Nürnberg:Tschechien
  • Bauwoche KW 26
  • Rail Days
  • Gönnerevent
  • alle anzeigen...