Bauwoche Sektion Schwaben 2020

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Wie in den vergangenen Jahren waren wir wieder in der KW 36 Anfang September bei der Bauwoche an der Furka. Die Anreise war geprägt von massiven Regenfällen und Schnee in den Bergen. Anstatt des üblichen Ausflugs am Sonntag mussten zwei Teilnehmer wegen dem Ausfall der Automatik die manuelle Bedienung des Bahnübergangs in Oberwald übernehmen und kurzfristig gingen wir mit dem Leiter Bahntechnik Ulf Weidle zu einer Begehung in den Scheiteltunnel, um die Arbeiten der kommenden Woche abzuklären. Entgegen der ursprünglichen Prognosen besserte sich dann aber ab Montag das Wetter und brachte uns Sonne und Wärme zurück.

Unsere Hauptbaustelle war in diesem Jahr ein Sanierungsabschnitt im Scheiteltunnel ab Tunnelmeter 600. Hier galt es vorab die Versorgung mit Wasser und Strom sicherzustellen und den Bereich ausreichend zu beleuchten. Dazu wurden von uns die notwenigen Leuchten in der Wagenremise Realp abgebaut, die dort als provisorische Beleuchtung installiert waren. Ein Notstromaggregat wurde nach Muttbach transportiert und an die vorhandene Einspeiseleitung angeschlossen. Des Weiteren wurde die Bauwasserfassung oberhalb der Station Furka in Betrieb genommen und die vorhandenen Wasserleitungen im Tunnel verbunden und mit Entnahmestellen versehen.

Am Dienstag wurden Bewehrungsmatten nach Muttbach geliefert, so dass wir dann Mittwoch und Donnerstag große Bereiche für die Aufbringung der Spritzbetonschale armieren konnten. Dank der guten Vorbereitung und dem Einsatz des Gerüstwagens samt Dieseltraktor ging die Arbeit sehr zügig voran.

Ein zweiter Einsatzschwerpunkt war das Viadukt Mässweid auf der Walliser Seite. Das Viadukt war mit Stahlbögen und Rückverankerungen gesichert worden. Zu einer optimalen Lastübertragung war es notwendig, die Fugen zwischen den Stahlbögen und dem Mauerwerk kraftschlüssig mit Spezialmörtel zu füllen. Für ein sicheres Arbeiten war dabei auch eine Erhöhung des vorhandenen Gerüsts notwendig.

Weiter galt es noch, im Lager Geren für Ordnung zu sorgen. Schon erstaunlich, wie viel Platz nach der Aktion wieder in den Lagergestellen war. Für die neue Sonnenterasse in der Station Furka wurden die Pfosten für ein Geländer hergestellt und die einbetonierten Hülsen auf die richtige Höhe gebracht. Die auf der Laderampe hergestellten Fertigteile für die Sanierung des Bachdurchlasses Muttbach mussten ausgeschalt und für den Transport verladen werden. Am Freitag wurden 40 Tonnen Trockenspritzbeton geliefert und die Paletten mit den Säcken wurden auf 4 Flachwagen für den Transport zur Tunnelbaustelle geladen.

Daneben gab es noch andere kleinere Arbeiten am Rande und einen Transport von zwei Wagenpuffer von der Werkstätte Uzwil nach Realp. Auch erforderte der Bahnübergang in Oberwald am Freitag wieder zwei Personen zur Bedienung, da die automatische Steuerung immer noch ausgefallen war.

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    Bei winterlichen Bedingungen mit starkem Schneefall startet in Muttbach der Inspektionsgang durch den Scheiteltunnel.

     

    Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

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    Am Montag Morgen sieht das Wetter doch gleich viel freundlicher aus.

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    Das Notstromaggregat wird an die Einspeiseleitung der Tunnelbaustelle angeschlossen. Praktisch wenn man Elektriker in der Baugruppe hat.

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    Montage der Baustellenbeleuchtung

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    Inbetriebnahme der Wasserversorgung der Baustelle von der auf Seite Furka installierten Wasserfassung.

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    Vom Gerüstwagen des Bauzuges aus wird die Bewehrung der Tunnelwände montiert, welche dann mit Spritzbeton (in der Schweiz Gunit genannt) überzogen werden.

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    Durch die verschiedenen Ebenen des Gerüstwagens kann man relativ gut an den Bewehrungsmatten arbeiten.

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    Im Abstand von ca. 1 m werden Anker in die Tunnelwand gesetzt, um die Bewehrungsmatten zu befestigen.

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    Mittagspause in der Station Furka, wo extra für uns gekocht wurde.

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    Bei der neuen Sonnenterasse in der Station Furka müssen die Bodenhülsen für das Geländer auf die richtige Länge gekürzt werden.

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    In der Werkstatt entstehen die passenden Geländerpfosten

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    Unser Bauzug am Arbeitsende in Muttbach.

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    Arbeiten am Viadukt Mässsweid zwischen Gletsch und Oberwald.

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    Ausschalen der Fertigteile für die Sanierung des Bachdurchlasses in Muttbach

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    Für die Sanierungsarbeiten im Scheiteltunnel mussten 40 Tonnen Trockenspritzmörtel vom LKW auf Flachwagen verladen werden.

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    Die versenkbare Zahnstange am Bahnübergang Bogen in Oberwald braucht meistens einen kleinen Schubs mit der Brechstange, damit sie ordnungsgemäß nach oben fährt.

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    Die Baugruppe Schwaben zusammen mit der Küchenmannschaft.

    Von lins nach rechts:
    Norbert Hagel, Martin Jopke, Siegfried Weber, Hubert Thomma, Jutta Weber, Hans Stiegler, Ruth, Eugen Brigati, Stephanie Winkler, Ralf Mirel, Jonathan Shriram, Reinhold Sihler, Bernd Hillemeyr, Ulrich Bittner

     

    Weitere Bilder von der Bauwoche finden Sie hier.

     

     

Am Freitagabend war unser Bauprogramm mehr als erfüllt und weitere Arbeiten im Tunnel oder an der Strecke waren wegen des Zugbetriebes nicht möglich. Daher holte ein Teil der Teilnehmer am Samstag den buchstäblich ins Wasser gefallenen Ausflug vom Sonntag nach. Wir hatten wieder die Tageskarten von COOP und so ging die Reise von Realp mit dem Postbus über die Furka und die Grimsel nach Meiringen. Bei Aufenthalten in Gletsch und auf der Grimsel-Passhöhe blieb auch genug Zeit um tolle Bilder zu machen. Die Fahrt mit der Zentralbahn über Brünnig nach Luzern genossen wir im Bistro-Wagen und hatten dabei neben der Verköstigung auch keine Maskenpflicht. Nach einem Aufenthalt in Luzern ging die Heimfahrt über Arth Goldau und Göschenen zurück nach Realp.

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    Einfahrt des Wanderexpresses in Gletsch

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    Ein Blick über den Totensee beim Halt des Postbusses auf der Grimsel.

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    Die Fahrt geht hinunter in das Haslital mit dem Grimselsee.

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    Umsteigen vom Postbus auf die Bahn in Meiringen.

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    Im Bistrowagen der Zentralbahn über den Brünigpass

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    Die Reuss am Mühlenwehr, dem Abfluss des Vierwaldstätter Sees.

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    Der legändere Blick auf die Kirche von Wassen, die bei der Bahnfahrt von drei verschiedenen Ebenen zu sehen ist.

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    Die Fußgängerunterführung am Bahnhof Andermatt ist richtig nobel geworden.

     

    Weitere Bilder vom Ausflug bei der Bauwoche finden Sie hier.

Der Dank gilt an alle Teilnehmer der Bauwoche der Sektion Schwaben. Durch den großen Einsatz eines jeden Einzelnen und die tolle Zusammenarbeit konnten wir eine hervorragende Gesamtleistung liefern und wieder einmal einen sehr guten Eindruck an der Furka hinterlassen.

 

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