Remise warum?

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  • Harte Winter in Realp
    Die Feuchte setzt dem Holz zu
    Ersatz einer vermoderten Wagenecke...
    ...oder eines Fensterpfostens
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    Warum eine Remise für die
    historischen Personenwagen?

    Die Holzkästen leiden unter der Feuchte

    Die historischen Personenwagen der Dampfbahn Furka-Bergstrecke stammen aus der Zeit der Gründung der Furkabahn, d.h. vom Anfang des 20. Jahrhunderts.  Die Wagenkästen sind Holzkonstruktionen gemäss der damals üblichen Bauweise. Das Holz der Kästen ist trotz der Blechverkleidungen der Einwirkung von Feuchte ausgesetzt, die vor allem im Bereich der Fenster eindringt. Trotz sorgfältiger Imprägnierung kommt es zu Pilzbefall und Fäulnis von tragenden Kastenbauteilen.

    Kurze Revisionsintervalle aus Sicherheitsgründen

    Die Betriebssicherheit der Wagen wie auch ein ansprechendes Erscheinungsbild erfordern regelmässige Hauptrevisionen, wofür die Wagen per Tieflader in die Wagenwerkstatt Aarau transportiert werden müssen. Für die Wiederherstellung werden die Wagen weitgehend demontiert, alle Teile überarbeitet und wo nötig nachgefertigt. Für eine solche Revision erbringen die Mitarbeiter der Wagenwerkstatt typisch etwa 8'000 Arbeitsstunden, der finanzielle Aufwand liegt bei ca. CHF 45'000 pro Wagen.

    Während langer Stillstandszeiten ungeschützt

    Die Betriebszeit der Dampfbahn Furka-Bergstrecke reicht von Mitte Juni bis Ende September und beträgt gut drei Monate. Vor dem Bau der Wagenremise waren die wertvollen Personenwagen während des ganzen Jahres dem rauen Bergwetter mit Regen, Schnee, Sonne, Wind und starken Temperaturwechseln ausgesetzt. Eine Untersuchung zeigt, dass die klimatische Beanspruchung der Wagen bei geschützter Unterbringung in der Remise ausserhalb der betrieblichen Einsätze massiv reduziert ist. Die Einwirkung der Niederschlagsmenge verringert sich von 100% auf 11%, die des Sonnenscheins auf 28 % und die Belastung durch Schnee – einschliesslich des Tauwassers – ist vollständig eliminiert.

    Verlängerung der Revisionsintervalle auf das Doppelte

    Als Folge der Unterbringung in der Remise wird die Alterung der Holzkästen der Wagen deutlich verlangsamt und die Hauptrevisionsintervalle verlängern sich von bisher 15 auf etwa 30 Jahre.

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