Gletsch - Oberwald

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Reisebericht Gletsch - Rottenschlucht - Oberwald

Gletsch-Kehrtunnel und Rottenschlucht

Der knapp fünf Kilometer lange Abschnitt von Gletsch nach Oberwald ist landschaftlich wie technisch sehr ungewöhnlich. Es gibt bei dieser Erlebnisfahrt wiederum verschie­den­ste interessante Bauwerke zu entdecken. Der Zug verlässt Gletsch auf 1762 m ü.d.M., um mit bis zu 110 Promille Gefälle die Endstation in Oberwald auf 1366 m ü.d.M. zu erreichen. Es heisst Abschied nehmen vom Gletschboden und von der Felskulisse der Furkahörner, dem Sidelenhorn und dem mit Eis bedeckten Galenstock. Zurück bleiben auch die engen Serpentinenkurven der Grimselstrasse.

Die Zahnräder rasten wieder in die Zahnstange ein. Parallel zur Rhone nähert sich die Strecke über einen Lehnenviadukt und einen Erddamm einem imposanten Gefällsbruch. Während die Strasse dieses natürliche Hindernis mit mehreren engen Kurven bewältigt, benützt die Bahn einen 578 m langen Spiraltunnel. Lok und Wagen verschwinden für einige Minuten in der dunklen Röhre, um gemächlich im harten Fels mit mehrheitlich 80 ‰ Gefälle und mit 80 m Kurvenradius in einer um 304 Grad drehenden Spirale insge­samt 46 Höhenmeter abzusteigen.

Unmittelbar nach dem Tunnelausgang rollt die Zugskomposition über einen weiteren Natursteinviadukt. Mit drei Bogen schwingt sich dieses formschöne Bauwerk zwölf Meter hoch über die weisse Gischt der schäumenden Rhone. Ähnlich einer Raupe kriecht der Zug nun auf dem im Hang eingebetteten Gleis talwärts und erreicht bald ein schattiges Waldgebiet. Ein weiteres Mal wird die Hauptstrasse gequert, diesmal auf der Lammen­brücke.

Nun weitet sich das Tal, und der Zug lässt die Lärchenbäume hinter sich. Vorne gegen die Lok kann man bereits erste Blicke ins Goms erhaschen. In der Ferne- grüsst die Eispyramide des Weisshorns. Talseitig tauchen das Westportal des Furka-Basistunnels und bald schon die ersten Häuser der beiden Siedlungen Unterwassern und Oberwald auf. Sie gehören seit 2009 zusammen mit Obergesteln und Ulrichen zur Gemeinde Obergoms. Der gemächliche Abstieg zur Strecke der MGBahn erfolgt inmitten von Blumenwiesen. Auf einer letzten grösseren Brücke wird in geringer Höhe der Rätisch­bach überquert.

Dann erreicht der Zug das Anschlussbauwerk Oberwald, um ein letztes Mal die Haupt­strasse zu traversieren. Heute gibt es hier einen innovativ konstruierten Niveauübergang mit absenkbaren Zahnstangensegmenten. Diese ungewöhnliche Vorrichtung garantiert die Sicherheit der Strassenbenützer, indem sie eine Gefährdung durch die wenige Zenti­meter über die Schienenoberkante hochragenden Stahllamellen der Zahnstange aus­schliesst.

 

Bahnhof Oberwald

Die neu erstellte Gleisanlage der Dampfbahn befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof der MGBahn. Sie umfasst zwei Gleise mit je 80 m Nutzlänge, seitlich angelegten Bahnsteigen und zwei Wasser­kränen. Eine Weichenverbindung vor den Prellböcken dient dem Umfahren der Lokomotive. Auf der Ausfahr­seite führt eine Abzweigung zur Drehscheibe, die mit zwei kurzen Abstellgleisen ergänzt wurde. In der Nähe liegt auch das Verbindungsgleis zur MGBahn. Die von der Furka-Dampfbahn erstellten Hochbauten beschränken sich auf ein kleines Betriebsgebäude. Der Wartsaal, der Billettschalter und die Toiletten befinden sich im Aufnahmegebäude der MGBahn. Ein Informationsbüro (DFB InfoShop) mit Souvenirverkauf steht in unmittelbarer Nähe der Postauto-Haltestelle auf dem Bahnhofplatz zur Verfügung.

 

 

Wir danken für Ihren Besuch. Bis zum nächsten Mal !

Das Team der Dampfbahn Furka-Bergstrecke

 

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