Sektionsreise

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Sektionsreise 2018

Im 2017 wurde erstmalig eine 2-Tagesreise nach Uzwil in die Werkstatt der DFB angeboten, dies aufgrund der langen Zugfahrt. Auch 2016 war die Reise länger, ins Zürcher Oberland zur DVZO, Dampfbahnfahrt und Besichtigung der Spinnerei in Aathal. Zwei sehr interessante und schöne Reisen welche zeitlich lange waren. Aus diesem Grund entschied sich der Vorstand die Reise 2018 in der näheren Umgebung anzubieten.


So viel die Wahl für die Sektionsreise auf die Stadt Bern. Für viele unbekannt werden hier Fahrten mit einem historischem Dampftram angeboten. Die Berner Tramway-Gesellschaft AG wurde am 25. Oktober 2001 von BERNMOBIL, dem Tramverein Bern, einer Vielzahl von Kleinaktionären und von drei privaten Dampftramliebhabern in Form einer Aktiengesellschaft neu gegründet. Die Gesellschaft betreibt seit Herbst 2002 erfolgreich das Dampftram in Bern. Die Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich in ihrer Freizeit, reparieren und pflegen Lok und Wagen. Leider konnten wir keine Depotführung organisieren, da die Mitarbeiter welche dies machen aus terminlichen Gründen nicht abkömmlich waren.


Während der schönen Fahrt durch die Altstadt von Bern genossen wir einen gemeinsamen Aperitif. Unsere Komposition, ein wahrer Blickfang durch die Stadt auch für die vielen Passanten, welche winkend stehen blieben oder schnell ihr Handy zückten um noch kurz ein Foto des historischen Trams mit dem tollen Wagen zu machen. Auch nicht störend dass es nur für 24 Personen einen Sitzplatz gab und wir mit der stattlichen Zahl von 36 Personen gereist sind, hat der Freude keinen Abbruch getan. Auf der schönen und grossen Plattform haben sich viele Mitglieder einfach wohlgefühlt. Nach der rund 90 Minuten dauernden Fahrt spazierten wir vom Berner Glockenturm zum Restaurant „Altes Tramdepot“ wo wir zusammen ein gemütliches und die Vegetarier, ein „scharfes“ Mittagessen genossen haben.


Zu Fuss oder mit dem ÖV ging es zurück zum Bahnhof wo die Teilnehmer sich in viele Kantone der Schweiz, z.B. Bern, Zürich, Uri, Aargau, Tessin und natürlich ins Wallis verabschiedeten. Eine schöne Sektionsreise 2018 unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“! gehört der Vergangenheit an.


Der Vorstand und die Reiseleitung hoffen, dass auch im 2019 wieder viele Teilnehmer auf der Reise sein werden und wir werden Sie gerne zu einem späteren Zeitpunkt mit den detaillierten Unterlagen informieren.


Herzlicher Gruss


Andrea Andenmatten, Reiseleitung VFB Sektion Wallis

 

 

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Sektionsreise 2017

Bericht von der Sektionsreise 2017, in die Lokwerkstatt nach Uzwil von unserer Reiseleiterin Andrea Andenmatten:

 

 Was ist die Dampfbahn Furka-Bergstrecke?

Für viele nicht neu aber mal eine kleine Wiederholung. Verein / Stiftung und Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG. Doch die DFB ist noch viel mehr:

 

Sei es der Fahrbetrieb zwischen Oberwald und Realp im Sommer, die Wagenwerkstatt Aarau ganzjährig oder die vielen Freiwilligen welche an der Furka im Einsatz stehen. Ob Arbeiten in der Dieselcrew, Betriebsabteilung, Kantine, Marketing, Zugförderung, Werkstatt, Bauabteilung oder im Souvenirverkauf - ein umfangreiches Paket bieten wir an. All diese Abteilungen zusammen bilden die Dampfahn Furka-Bergstrecke und noch mehr: Wir haben uns ein weiteres Puzzleteil angeschaut, die Lokwerkstatt Uzwil, welche vormals in Chur war. 

 

Die Reise, in die Lokwerkstatt in die Ostschweiz, als Tagesprogramm oder als 2-Tages Variante mit Übernachtung anzubieten war eine gelungene Sache.  So starteten am Pfingstsamstag früh in Visp 13 Personen mit der gemütlichen Zugfahrt nach Zürich HB. Ab Zürich war die Gruppe dann mit 15 Personen komplett. Gemeinsam wurde während der Fahrt nach Uzwil ein Aperitif getrunken und auf das Wiedersehen angestossen. Nach einem feinen Mittagessen im Restaurant Bahnhof Uzwil wurde die Gruppe von Markus Staubli abgeholt. Der kurze Spaziergang zur Lokwerkstatt bei schönstem und heissem Wetter wurde genossen.

 

Der Besuch in der Lokwerkstatt hat sich sehr gelohnt. Die Gruppe wurde aufgeteilt. Markus Staubli zeigte einen Film, wie die Feuerbüchse der Lok 704, eindrucksvoll, mit viel Mut, Kühnheit und Einsatz der Mitarbeiter der Lokwerkstatt in Eigenregie angefertigt wurde. Eine Leistung welche überzeugt, eine Arbeit welche wahrscheinlich in Europa niemand mehr macht. Diesen Auftrag ins Ausland zu vergeben war zweimal gescheitert. Auch war man sich nicht sicher ob die eingekauften Leistungen dem gewünschten Ergebnis entsprechen würden. Aus diesen Gründen wurde die Feuerbüchse selbstständig gemacht. Eine enorme Leistung vor allem wenn man bedenkt dass die DFB Mitarbeiter diese Arbeit auch noch nie gemacht haben. Nach intensiven Recherchen wie eine Feuerbüchse hergestellt wird und mit dem Wissen, falls es misslingt, einen Schaden von Fr. 25‘000.00 zu haben.  Hut ab und ich zolle grössten Respekt. -> Jedoch weiss ich das ganze Projekt Dampfbahn Furka-Bergstrecke wäre heute nicht so weit wenn es nicht genau diese mutigen, einsatzfreudigen Leute gäbe, welche sich etwas zutrauen und Entscheidungen durchsetzen.

 

Der zweiten Gruppe wurde dann unter fachkundiger Führung von Jakob Knöpfel die Lok 704 vorgestellt. Seit 2004 wird an der Revision dieser Lokomotive intensiv gearbeitet. Eine von zwei Dampflokomotiven welche von der SLM, Schweizerischen Maschinenfabrik in Winterthur gebaut wurden, welche allerdings nie in der Schweiz gefahren sind. Diese Lokomotiven wurden direkt nach Vietnam verkauft, wo sie dann mit der Aktion „Back to Switzerland“ im Jahre 1990 von den DFB Pionieren zurückgeholt wurden.  Beim Auseinander Bauen wurde festgestellt dass der Rahmen der Lokomotive neu gemacht werden muss. Auch dies eine Arbeit welche von den DFB Mitarbeitern in der Werkstatt Uzwil selbstständig gemacht wurde. Es ist unglaublich zu sehen wie die Kollegen mit den einfachsten Mitteln grossartiges leisten. Gibt es ein Werkzeug nicht zu kaufen? Dann stellen sie es selbständig her, damit sie anschliessend mit dem neuen Werkzeug beinahe unmögliches ermöglichen. Die Lokomotive zu sehen, grösser, länger und höher als die FO/BVZ Loks welche auf der DFB im Einsatz sind, ist beeindruckend. Es wurden schon ca. 40‘000 Stunden Arbeit alleine in der Werkstatt geleistet, ohne die vielen tausend Planungsstunden welche noch zu Hause erledigt werden. Wow.. Da die Lokomotiven nie in der Schweiz gefahren sind, ist es nötig eine Erstzulassung vom BAV Bundesamt für Verkehr für diese beiden Loks zu erhalten. Um diese Bewilligung zu erhalten braucht es viel Zeit, Pläne, Geld und viel Papier. Dazu müssen verschiedene Gutachten, beweisen dass die eingereichten Pläne/Berechnungen etc. korrekt sind.  Damit das Geld für die Revision reicht, unterlasse ich es nicht einen kleinen Spendenaufruf für die Lokwerkstatt zu machen. Es wird jede Spende ob klein oder gross sehr gerne angenommen. Raiffeisenbank  Urner Oberland, 6472 Erstfeld / Konto DFB AG, 3988 Obergesteln, CH77 8143 3000 0019 2551 0

 

Abschluss fand der eindrückliche Nachmittag mit Kaffee und Kuchen, bevor die Reise mit dem Zug nach St. Gallen weiter ging. 11 Personen bezogen ihr Zimmer im Hotel Walhalla direkt beim Bahnhof und konnten sich noch etwas hinlegen und frisch machen. Überrascht wurden wir im Restaurant von zwei DFB Kollegen mit Ihren Frauen. Zusammen haben wir einen Amerikanischen Abend genossen. Es war ein schöner, gemütlicher Abend in St. Gallen und eine tolle, übersichtliche Gruppe.

Am Sonntag nach dem Frühstück spazierten wir gemütlich zur Stiftsbibliothek. Hr. Zweifel zeigte uns spannend die imposante Stiftsbibliothek. Ein wahrer Schatz welcher in St. Gallen gelagert ist. Die älteste Bibliothek der Schweiz, mit einem einmaligen Bücherbestand. Eine eindrückliche Sammlung, welche zu Recht als UNESCO Weltkulturerbe gilt. Bei der Führung wurden uns Details erklärt und wir erhielten einen kleinen Einblick in die über tausendjährige Geschichte des Klosters. Im sehr schönen Barocksaal mit den verschiedenen Malereien an der Decke fühlt man sich in einer Kirche, doch die vielen schönen, hölzernen Bücherregale ordentlich aufgestellt zeigen klar dass es sich um eine Bibliothek handelt.

 

Nach der eindrücklichen Führung waren wir in der Brasserie des Hotel Walhalla wo uns eine feine Rösti und natürlich eine St. Galler Bratwurst serviert wurde. Anschliessend haben wir das Gepäck abgeholt und um 14.05 Uhr ging die Fahrt mit dem Voralpen Express nach Luzern los. Das wechselhafte Wetter zeigte uns die schöne Strecke mit sehr eindrücklichen Naturlandschaften. Die Fahrt mit dem Zug über den Seedamm von Rapperswil nach Pfäffikon SZ, ähnelt eher dem Gefühl nach einer Schifffahrt. Wegen Bauarbeiten sind wir von Luzern über das Emmental und Thun wieder zurück nach Brig gefahren. Auch immer eine schöner Streckenabschnitt, mit ihren imposanten Häuser und kurzweilig, so dass wir abends gegen 20.00 Uhr alle zufrieden und in guter Stimmung noch einen kurzen gemeinsamen Abschluss gemacht haben. 

 

Herzlicher Gruss

 

Andrea Andenmatten, Reiseleitung VFB Sektion Wallis

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