Lok HG 2/3

Lok HG 2/3

Geschichte

 Der Visp-Zermatt-Bahn VZ (heutige MGB) standen zur Abwicklung des Verkehrs auf der 35 km langen Strecke durch das Nikolaital insgesamt 8 in den Jahren 1890-1908 von der SLM in Winterthur gebaute Dampflokomotiven mit getrennten Adhäsions- und Zahnradantrieben nach „System Abt“ zur Verfügung.

Dem damaligen Stand der Technik entsprechend wurden Sie als reine Zwillingsmaschinen mit Nassdampf betrieben.  

Die Lok Nr. 6 und Nr. 7 wurden in den Jahren 1925 bzw. 1921 durch Nachrüstung eines Ueberhitzers zu Heissdampflokomotiven umgebaut.

Bereits 1929, dem Jahr der Elektrifikation der Strecke Visp-Zermatt, wurden die Lok Nr. 1-5 abgebrochen, Lok Nr. 8 erlitt 1935 dasselbe Schicksal.

Lok Nr. 6 wurde von der BVZ vorerst weiterbetrieben und gelangte 1941 ins Bünderland nach Ems, wo sie bis 1965 als Werkslok der Firma Hovag im Einsatz stand. Danach wurde die Lok beim Herold-Schulhaus in Chur aufgestellt.

Als Schenkung der Churer Schuljugend konnte die DFB die Lok HG 2/3 Nr. 6 übernehmen und diese im Jahre 1989 bei Oswald Steam in Samstagern revidieren lassen.

Die Lok „WEISSHORN“ war somit die erste und bei der Betriebsaufnahme auf dem Streckenabschnitt Realp-Tiefenbach im Jahre 1992 die einzige Dampflokomotive der DFB.

Die Lok Nr. 7 blieb bei der BVZ erhalten und war bis zur Ablieferung der Diesellok HGm 2/2 Nr. 75 im Jahre 2002 das einzige fahrdrahtunabhängige zahnstangentaugliche Triebfahrzeug der BVZ.

Ab 2010 stand die Lok „BREITHORN“ der DFB als MGB-Leihgabe zur Verfügung. Die Lok "Breithorn" ist unterdessen im Besitz der Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG

Technische Daten (Lok Weisshorn)

Hersteller SLM (Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik)

Baujahr 1902

Max. Geschwindigkeit Adhäsion: 30 km /h

Max. Geschwindigkeit Zahnrad: 12 km/h

Dienstgewicht 32 t

Anhängelast 110 ‰ Steigung: 38 t

Antriebssystem Abt Zwilling

Steuerung Belpaire Flachschieber

Zylinderdurchmesser Adhäsion 320 mm

Zylinderdurchmesser Zahnrad 360 mm

Kesseldruck 12 bar

Leistung 350 PS

Wasservorrat 2.5 m3

Kohlenvorrat ca. 1.3 t

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